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Begehbare Kanäle per Hand instandgesetzt

Katec Kanaltechnik reparierte von Februar bis März 2025 manuell Abwasserkanäle in Bonn. Schäden wurden beseitigt unter Einhaltung strenger Sicherheitsvorkehrungen.

Von ABZ
Kanalabschnitte mit Durchmessern von DN 800 bis DN 3500
In den Muffenbereichen war starker Wurzeleinwuchs zu erkennen. | Foto: KATEC Kanaltechnik

Bonn (ABZ). – Die Katec Kanaltechnik Müller & Wahl GmbH hat im Auftrag des Tiefbauamtes Bonn laut eigenen Angaben umfangreiche Reparaturmaßnahmen an der städtischen Abwasserinfrastruktur durchgeführt.

Dabei wurden unterschiedliche Kanalabschnitte mit Durchmessern von DN 800 bis DN 3500 begangen und manuell instandgesetzt. Die Arbeiten erstreckten sich über das gesamte Stadtgebiet Bonns und dauerten von Februar bis März 2025. Im Laufe der Jahre waren Schäden wie Risse, Wurzeleinwüchse und korrodierte sowie ausgebrochene Rohrwandungen entstanden, die die strukturelle Stabilität beeinträchtigten. Die Schadstellen wurden durch Begehung lokalisiert und mittels manueller Mörteltechnik instandgesetzt, erläuert das Unternehmen.

Die punktuelle händische Reparatur der begehbaren Kanäle erfolgte in mehreren aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten. Zunächst wurde der Zugang zu den Kanälen sichergestellt, wobei alle arbeitsschutzrelevanten Maßnahmen wie Gaswarnung, Belüftung und persönliche Schutzausrüstung eingehalten wurden. Anschließend führte Katec eine Inspektion und Zustandserfassung durch.

Um die Kanäle während der Reparatur abwasserfrei zu halten, wurden temporäre Umleitungen mit Bypass-Pumpen eingerichtet und Absperrmaßnahmen mit Sandsäcken ergriffen, berichtet Katec. Diese sorgten dafür, dass eindringendes Wasser kontinuierlich abgeleitet wurde, um den Arbeitsbereich trocken zu halten und die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.

Die zu sanierenden Stellen wurden laut Unternehmen gründlich gereinigt, um Schmutz, Ablagerungen, lose Betonpartikel oder korrodierte Bestandteile zu entfernen. Je nach Schadensbild wurden die betroffenen Stellen mechanisch aufgestemmt, freigelegt und soweit aufbereitet, dass ein tragfähiger und sauberer Untergrund entstand. Um die Haftung des Reparaturmörtels zu verbessern, wurde der Haftgrund aufgeraut und vorgenässt. In einigen Bereichen wurden undichte Rohrverbindungen vorab durch Injektion abgedichtet, bevor sie anschließend mit Mörtel händisch saniert wurden.

Bei den Arbeiten kam kunststoffmodifizierter Mörtel der Firma Hermes Technologie aus Schwerte zum Einsatz. Dieser wurde laut Katec speziell auf die chemischen und physikalischen Anforderungen des jeweiligen Kanals abgestimmt. Das Katec-Team brachte den Mörtel manuell in die Schadstellen ein. Bei tieferen Schäden erfolgte der Einbau in mehreren Lagen. Nach dem Auftragen wurden die Oberflächen geglättet und an das vorhandene Kanalprofil angepasst, um den Abfluss nicht zu behindern. Nach dem Aushärten des Mörtels führte Katec eine Endkontrolle durch.

Die Durchführung von Arbeiten in begehbaren Abwasserkanälen erfordert strenge Sicherheitsvorkehrungen. Die Arbeitenden bewegen sich in engen und oft feuchten Umgebungen, in denen gesundheitsschädliche Gase auftreten können.

Eine ständige Kontrolle der Luftqualität durch Freimessungen ist daher unerlässlich, berichten die Beteiligten. Auch das Tragen von Schutzkleidung und Atemschutz beugt möglichen Gefahren vor. Der Zugang zu den Kanälen erfolgte über speziell vorbereitete Schächte, die den Arbeitern den Einstieg erleichterten.

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