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Echterhoff baut unterirdischen Mischwasserkanal in der Stadt

Echterhoff realisiert im Rahmen des Großprojekts "Editharing Magdeburg" komplexe Vorarbeiten im Untergrund. Neue Kanalverlegungen sind entscheidend für die Straßenbahntrasse.

Von ABZ
Kanalbau für Magdeburgs Mobilität
Betonauflager für Schachtbauwerk sind ein Teil des Großprojekts in Magdeburg. |

Magdeburg (ABZ). – Mit dem Bau der 2. Nord-Süd-Verbindung für die Straßenbahn setzt die Landeshauptstadt Magdeburg das Großprojekt "Editharing Magdeburg" um. An der Straße Editharing liegt Echterhoff zufolge ein entscheidender Bauabschnitt..

Hier verlegt das Bauunternehmen unterirdisch einen Mischwasserkanal um. Das technisch komplexe Vorhaben ist notwendig, weil der Kanal dort verläuft, wo bald die neue Gleistrasse angelegt werden soll.

Die neue Straßenbahntrasse wird den Damaschkeplatz mit dem Neustädter Feld verbinden. Insgesamt entstehen 3,5-Kilometer-Gleise, sieben barrierefreie Haltestellen und deutlich kürzere Fahrzeiten: Künftig geht es in nur 11 statt bisher 25 Minuten ins Stadtzentrum. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen zunächst Vorarbeiten durchgeführt werden.

"Das Projekt ist weit mehr als eine Baustelle – es ist ein entscheidender Schritt, um den ÖPNV in Magdeburg zukunftssicher zu machen", so Karsten Deckner, Bauleitung Tiefbau, über die Umverlegung des Kanals.

Die Aufgabenstellung für Echterhoff: Rückbau und Neubau im Untergrund. Im Editharing liegt ein gemauerter Mischwasserkanal im Sonderprofil 1700/2000, ergänzt um einen Zulaufkanal aus der Gellertstraße. Beide verlaufen mitten durch die geplante Gleisstraße. Echterhof wurde beauftragt, diese Altkanäle zurückzubauen und durch neue, leistungsfähige Systeme zu ersetzen.

Die umfangreichen Arbeiten zeigen laut Echterhoff, wie vielschichtig ein solcher Bauabschnitt ist. "Bevor ein einziges Rohr verlegt wird, steckt bereits enorme Logistik und Technik in der Vorbereitung", so Deckner. Eine Besonderheit sei der Einsatz des firmeneigenen Verbausystems. Mit Trägern, Platten, Kanthölzern und einer zusätzlichen Gurtlage sorgt der sogenannte "Echterhoff-Verbau" für die notwendige Stabilität der Baugruben. Gerade bei beengten innerstädtischen Verhältnissen ist dieses Verfahren ein Garant für Sicherheit und Effizienz.

Der Bau im Editharing bedeutet auch Einschränkungen für den Alltag: Der Verkehr wird einspurig geführt, die Zufahrt zur Gellertstraße sowie die Auf- und Abfahrt zum Magdeburger Ring sind gesperrt. Auch Fußgängerinnen und Fußgänger müssen Umwege in Kauf nehmen. Echterhoff und die MVB legen jedoch Wert darauf, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten und den Baufortschritt transparent zu kommunizieren. Bis Ende 2025 soll der neue Mischwasserkanal fertiggestellt sein, die Leitungsverlegungen ziehen sich voraussichtlich bis 2026. Ab dann beginnen die Gleisbauarbeiten im Editharing. Die komplette Inbetriebnahme der Nord-Süd-Verbindung ist für 2028 vorgesehen – rechtzeitig um den ÖPNV in Magdeburg spürbar zu entlasten.

Mit den Arbeiten am Editharing will Echterhoff seine Kompetenz im Kanalbau, Spezialtiefbau und in der Umsetzung innerstädtischer Großprojekte unterstreichen. "Es sind genau diese anspruchsvollen Bauaufgaben, bei denen Erfahrung, Know-how und Präzision gefragt sind. Dass wir hier einen zentralen Beitrag leisten dürfen, macht uns stolz", sagt Diplom-Ingenieur Karsten Deckner von Echterhoff.

Die Baustelle am Editharing zeige, dass zukunftsfähige Infrastruktur nicht nur durch neue Gleise und Haltestellen entstehe, sondern auch durch sorgfältige Vorarbeit im Untergrund.

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