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Klinker-Dachsanierung im historischen Rathaus Brühl

Beim Brühler Rathaus wurde Klinker "Farbe Rathaus Brühl" statt Ziegel auf dem Dach verwendet. AquaDrain HU-EK sorgt für effektive Entwässerung.

Von ABZ
Klinker-Dachsanierung im historischen Rathaus Brühl
Das Rathaus in Brühl. | Foto: Stadt Brühl

Brühl (ABZ). – Bei der Sanierung des historischen Rathauses in Brühl kamen auf dem Dach Klinkersteine statt der üblichen Dachziegel zum Einsatz. Geschützt werden die 400 m² Satteldach durch die Flächendrainage AquaDrain HU-EK von Gutjahr.

Die Sanierung des bedeutenden Bauwerks umfasste nicht nur die behutsame Restaurierung des denkmalgeschützten Teils, sondern auch die Errichtung eines modernen Anbaus, der harmonisch mit dem Altbau verschmilzt. Der neue Anbau greift die historische Formensprache des Denkmals auf und entwickelt daraus ein ortstypisches, eigenständiges Gebäudeensemble. Drei ineinander verzahnte Baukörper mit versetzt stehenden Giebeln zur Gasse fügen sich nahtlos in das städtebauliche Umfeld ein.

Ein besonderes Highlight der Sanierung ist die Dachgestaltung. Statt der üblichen Dachziegel wurden hochwertige Klinkersteine verwendet, und zwar der Sonderbrand "Farbe Rathaus Brühl". Sie verleihen dem Gebäude laut Gutjahr eine zeitlose Eleganz. Zudem sind die Klinker langlebig und robust und harmonieren mit der Fassade. So entsteht ein einheitliches Erscheinungsbild.

Die Umsetzung dieser Dachgestaltung erforderte den Einsatz spezieller Materialien und Techniken. Vorbild für den Aufbau war eine Kindertagesstätte in Neuss. Hier wurde das Konzept – Klinkerstein für Fassade und Dach – erstmals umgesetzt. 2020 zeichneten das Land Nordrhein-Westfalen und die Architektenkammer das Projekt mit dem Kita-Preis aus.

Wie bei dem Vorbild in Neuss ließen sich die Planer und Handwerker beim Brühler Rathaus vom Garten- und Landschaftsbau inspirieren. Die schrägen Dachflächen wurden konstruktiv wie eine Dachterrasse behandelt: Auf der Stahlbetondecke mit EPS-Dämmung und Bitumenabdichtung wurden die Pflaster-Klinkersteine auf der Drainagematte im Mörtelbett verlegt.

"Die 16 Millimeter hohe Matte wurde zusätzlich zur innenliegenden Dachrinne als zweite Entwässerungsebene verwendet", sagt Gutjahr-Fachberater Stephan Brings, der das Projekt begleitete. "AquaDrain HU-EK sorgt für eine effektive Entwässerung und verhindert Staunässe unter den Klinkern."

Die Matte wurde mit dem wasserdurchlässigen tubag Trass-Drainagemörtel kombiniert. Beide Hersteller – Gutjahr und Sievert – sind durch eine langjährige Systempartnerschaft verbunden.

Als kapillarbrechende Drainmatte fungiert die AquaDrain HU-EK auf dem Dach des Brühler Rathauses. "Sie verhindert, dass Stauwasser bis an die Oberfläche transportiert wird und es zu Schäden am Belag kommt, etwa Frostschäden, Ausblühungen und Feuchteflecken", erklärt Gutjahr-Experte Stephan Brings.

Das Gittergewebe der Matte ist laut Hersteller das einzige auf dem Markt mit einem Langzeittauglichkeitsnachweis. Das bedeutet, dass es dauerhaft wasserdurchlässig bleibt und sich nicht durch die löslichen Kalke im Drainmörtel zusetzt. AquaDrain HU-EK ist im Gegensatz zu konventionellen Noppenbahnen außerdem unterseitig gelocht. So kann sich das Sickerwasser, unter anderem bei Unebenheiten im Planum, nicht auf der Folie stauen.

Zudem stelzt AquaDrain HU-EK den Belag vollständig auf. Dadurch bilden die Drainkanäle einen definierten Hohlraum, das Wasser kann schnell und effektiv abfließen. AquaDrain HU-EK ist für befahrbare Beläge bis 3,5 t geeignet. Bei der Sanierung des historischen Rathauses in Brühl hat laut Brings alles reibungslos geklappt – auch durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. "Das ist bei einem Projekt in dieser Größenordnung wichtig. Wir reden hier ja von immerhin 400 Quadratmetern Satteldach mit einem ungewöhnlichen Aufbau."

Durch die Dachgestaltung mit Klinkersteinen und den Einsatz moderner Materialien konnte ein architektonisches Highlight geschaffen werden, das sowohl den historischen Charakter des Gebäudes bewahrt als auch den Anforderungen an ein zeitgemäßes Rathaus gerecht wird. "Für mich ist das Rathaus ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Tradition und Moderne", so das Fazit von Stephan Brings.

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