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"Abbruch ist Teil unserer DNA"

Kobelco positioniert sich im Rückbau als Marktführer mit innovativen Abbruchlösungen. Der Fokus auf spezialisierte Modelle und Technologien verspricht Fortschritt.

Von ABZ
Kobelco im Rückbau
Hanns Markus Renz ist Kobelco Business Director D-A-CH. | Foto: Kobelco

Im Vorfeld der Berliner Abbruchtagung sprach Kobelco Business Director D-A-CH Hanns Markus Renz mit der ABZ über die Bedeutung der Branche für den Kettenbagger-Spezialisten.

ABZ: Welchen Stellenwert hat die Abbruchtechnik für Kobelco?

Hanns Markus Renz: Als japanischer Hersteller ist der Abbruch gewissermaßen Teil unserer DNA. Bereits Ende der 70er-Jahre brachten wir dort die Vorläufer der heutigen High-Reach-Bagger zum Einsatz. Weitere Spezialgeräte folgten, insgesamt entwickelte sich die Branche aber auch schnell zu einem wichtigen Markt für unsere Standardmaschinen mit ihren robusten, standfesten Laufwerken, hochwertigen Arbeitsausrüstungen und leistungsfähigen Hydrauliksystemen. So platzierten wir zum Beispiel auch tausende unserer kleinsten Minibagger in der sicheren, personalarmen Gebäudeentkernung. Das machte uns bis heute gemeinsam mit den Highend-Lösungen – darunter der 65-Meter-Riese Kobelco SK3500D – zur Nr. 1 im japanischen Abbruch mit Marktanteilen um 40 Prozent.

ABZ: Wie gestaltet sich für Sie die Entwicklung am europäischen Markt?

Hanns Markus Renz: Spätestens mit Einführung unserer "Demolition"-Serie mit Next-Wechselauslegern spielten wir ab 2017 unsere Technikkompetenz im Abbruch auch in Europa aus: Schnelle Höhenangriffe und effizientes Räumen am Boden und in Fundamenten mit ein und derselben Maschine – das überzeugte viele Rückbauspezialisten. Zumal sich die DLCModelle von 45 bis knapp 140 Tonnen Gesamtgewicht mit maximalen Bolzenhöhen von 21 bis 40 Meter und führenden Anbaugewichten für den flexiblen Einsatz von Schnellwechslern im Klassenvergleich vielen konventionellen High-Reach-Baggern überlegen zeigten. Wie in ganz Europa wurde so der Abbruchsektor auch in Deutschland nach der wesentlich stückzahlstärkeren Sparte "Straßen-, Tief- und Kanalbau" für Kobelco zum wichtigen Absatzsegment. Wir erreichen hier regelmäßig Marktanteile von gut 10 Prozent und darüber, wobei sich die Branche gerade in den vergangenen Jahren erfreulich krisenfest erwies.

ABZ: Welche Strategien ergeben sich daraus für die Kobelco-Abbruchtechnik?

Hanns Markus Renz: Wir wollen unsere Position weiter ausbauen und passen unser Programm deshalb auch in der Breite an. Ein Beispiel sind hier unsere drei Modelle mit geradem Ausleger in den Gewichtsklassen von 28 bis 39 Tonnen.

Sie ermöglichen ein höheres Arbeiten, bieten bessere Sicht auf den Angriffspunkt und kommen bereits ab Werk mit Abbruchspezifischen Ausrüstungen wie Kabinengittern, Schutzvorrichtungen für Hubzylinder, Hydraulikleitungen und Laufwerk sowie zusätzlichen Scheinwerfern und Kameras.

ABZ: Sie kündigen auch Neuerungen in Ihrer "Demolition"-Modellreihe an? Wo liegen hier die Schwerpunkte?

Hanns Markus Renz: Ins Modelljahr 2026 gehen wir mit der neuen Generation unseres Topmodells Kobelco SK1300DLC sowie dem brandneuen 80-Tonner SK650DLC. Beide kommen mit neuen Motoren, optimierten "Abbruchkabinen" sowie einer Vielzahl an Sicherheitsfeatures, die den Baggerführer weiter entlasten.

Eine wichtige Neuerung bei unserem Topmodell ist die Next-Bolzenhydraulik, mit der man jetzt noch schneller von der vier- beziehungsweise dreiteiligen 40/35-Meter-Longfront auf die "kurze" Ausrüstung für Arbeiten bis 20 Meter Höhe beziehungsweise rund 10 Meter Tiefe wechselt.

Optimierte Werkzeuggewichte kennzeichnen den neuen Kobelco SK650DLC: 3700 Kilogramm bei maximal 28 Meter Bolzenhöhe beziehungsweise 6100 Kilogramm an der bis zu 17,6 Meter langen Separat-Ausrüstung markieren Spitzenwerte in der 80-Tonnenklasse.

Auch hier wird der Auslegerwechsel jetzt hydraulisch unterstützt, zusätzlich lässt sich das Fahrwerk aus der Kabine von 3,18 auf 4,2 Meter Breite ausfahren, was die Standfestigkeit beim seitlichen Arbeiten nochmals deutlich erhöht.

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