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Emissionsfrei

Der VDA fordert 75% mehr E-Auto-Verkäufe in Deutschland, um EU-CO2-Grenzwerte einzuhalten. Unsicherheit durch geopolitische Ereignisse und politische Veränderungen.

Von ABZ

Kai-Werner Fajga -

Der Chefvolkswirt des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Manuel Kallweit, verkündete vor Kurzem in Berlin, dass in Deutschland rund 75 Prozent mehr E-Autos verkauft werden müssen, um die CO2-Grenzwerte für Neuwagenflotten in der EU einzuhalten. Das entspricht laut dem Verband 666.000 Einheiten, insgesamt rechnet der VDA mit 2,8 Millionen Neuwagenin 2025. Nach aktueller EU-Gesetzeslage drohten ab diesem Jahr hohe Geldbußen für Autohersteller wegen strengerer CO2-Flottengrenzwerte. Nach dem Amtsantritt von Donald Trump als neuer US-Präsident und seiner zu erwartenden Einflussnahme auf die EU erscheint es derzeit fraglich, ob die EU an ihrem Fahrplan zur Emissionsminderung weiter festhalten wird. Als eine seiner ersten Maßnahmen verkündete Trump den Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen. Nicht nur mit seiner während des Wahlkampfs wiederholten Parole "drill Baby, drill" lässt er keinen Zweifel daran, dass fossile Brennstoffe für ihn das Mittel der Wahl bleiben. Mit dem Ende der Demokraten in der US-Regierung hat die EU einen wichtigen Partner verloren. Auch in Deutschland stehen Neuwahlen an, die CDU wünscht sich Korrekturen am Klimafahrplan, das Klima solle "marktwirtschaftlich geschützt" werden. Die FDP will die deutschen Interessen an die "Terminlage der EU" anpassen, die AFD will gar neue Kohle- und Kernkraftwerke bauen und "zurück zum Verbrennungsmotor". Hersteller von Baumaschinen könnten über solche Ansinnen eigentlich milde lächeln, führen sie doch überwiegend Produkte mit Verbrennungsmotoren in ihren Portfolios. Zudem verkaufen sich Baumaschinen mit E-Antrieben noch immer in sehr überschaubaren Stückzahlen, es sind auch keine EU-Strafzahlungen zu befürchten oder Kontingente zu erfüllen. Aber viele Hersteller haben große Summen in die Entwicklung neuer Technologien gesteckt und wollen sie auch umsetzen, sprich: verkaufen. Die bauma wird somit auch in puncto alternative Antriebe in diesem Jahr zu einem Gradmesser werden.

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