Benningen (ABZ). – Das Bauunternehmen Fabrino hat nach eigenen Angaben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Schriftzüge, Fotos und Firmenmotive in Riesengröße auf Betonflächen übertragen lassen.
Der sogenannte Fotobeton soll eine Alternative zu eintönigen Betonfassaden bieten.
Die Betonflächen werden mittels eines Oberflächenverzögerers ausgewaschen. Im Gegensatz zu Matrizen spiele der Einfluss von Licht und Schatten bei der Betrachtung des fertigen Betonelements keine Rolle. Durch eine abschließende Imprägnierung würden die Abbildungen vor Schmutz und eventuellen Ausblühungen geschützt.
Das Motiv wird in einem Druckverfahren auf eine spezielle Folie übertragen. Die Folie wird in die Schalung eingelegt und der Beton eingefüllt. Nachdem die erforderliche Festigkeit im Beton erreicht ist, wird das entschalte Fertigteil mit einem Hochdruckreiniger bearbeitet. Durch die Wechselwirkung von ausgewaschenen Flächen und Bereichen mit glatter Betonoberfläche kommt das Motiv zum Vorschein.
Das Verfahren richtet sich laut Fabrino vor allem an Architekten, Planer, Hoteliers und Gastronomen, aber auch an designorientierte Unternehmer sowie Galleristen und kreative Privatleute. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Tiefgaragen über Hausfassaden und Foyers bis hin zu großflächigen Bodenflächen.