Stuttgart (ABZ). – Über 50 % Gewichtseinsparung an Material in Leichtbauweise, bis zu 40 % weniger Energieverbrauch im Warenlieferverkehr und bis zu 60 % weniger Wärmeinseleffekte im urbanen Raum – die neue Studie "Leichtbau im urbanen System" hat anhand von drei Anwendungsfällen wie etwa einem Mobilitätshub untersucht, welche Einsparpotentiale bereits heute durch Leichtbauprinzipien gegenüber konventionellen Bauweisen im Kontext der Stadt möglich sind. "Wir stehen vor der Herausforderung, dass wir für immer mehr Menschen in den kommenden Jahren mit weniger Material zusätzlichen Wohn- und Lebensraum in Städten schaffen müssen", sagt Dr. Wolfgang Seeliger, Geschäftsführer der Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg. "Ziel des modernen Leichtbaus ist es die gebaute Umgebung von ihren zukünftigen Nutzern und benötigten Funktionen her zu denken und zu planen – der Mensch und seine Bedürfnisse werden in den Mittelpunkt gestellt", so Seeliger weiter.
Anhand von drei urbanen Anwendungsfällen hat die Studie Einsparpotentiale durch Leichtbauprinzipien untersucht: Ein "Mobilitätshub" als neuer Funktionsbaustein im urbanen System, "urbane Oberflächen" (z. B. Fassaden als Schnittstelle zwischen gebauter Umgebung und öffentlichem Raum) sowie der "adaptive öffentliche Raum" (Mehrfachnutzung städtischer Flächen). "Es geht in der Studie v. a. um das Thema Funktionsintegration. Das heißt, dass ein Produkt verbessert wird und danach mehrere Funktionen erfüllt – sodass man auf man andere Produkte mit vielen Einzelfunktionen verzichten und diese weglassen kann", erklärt Seeliger.
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