Friesenheim (ABZ) | Für die Befestigung der neuen Außenflächen am Unternehmensstandort der Jakob Lauer GmbH in Friesenheim bei Offenburg kam das LineLock-Pflastersystem der Betonwerk Hermann UHL KG aus Schutterwald zum Einsatz. Auf einer Fläche von rund 3.300 m2 entstand damit eine belastbare Verkehrs- und Lagerfläche, die auch für die Befahrung mit schweren Fahrzeugen sowie hohe Punktlasten ausgelegt ist.
Die Jakob Lauer GmbH wird in dritter Generation geführt und beschäftigt rund 60 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist unter anderem in den Bereichen Maler- und Tapezierarbeiten, Wärmedämmung, Bodenbeschichtungen, Betoninstandsetzung und Korrosionsschutz tätig. Aufgrund des kontinuierlichen Wachstums waren die räumlichen Kapazitäten am bisherigen Standort im Ortsteil Oberweier ausgeschöpft. Deshalb entschied sich das Unternehmen für einen Neubau im Industriegebiet Friesenheim.
Seit Mai 2025 entstanden auf einem rund 7.500 m2 großen Grundstück ein Bürogebäude, eine Lagerhalle und sanitäre Anlagen. Zusätzlich waren befestigte Außenflächen für die Materiallagerung, das Gerüstlager sowie das Abstellen von Fahrzeugen und Arbeitsgeräten vorgesehen.
Bei der Planung spielten insbesondere die Belastungen durch schwere Fahrzeuge und gelagerte Gerüste eine Rolle. Jürgen Eberle vom Ingenieurbüro Erb aus Friesenheim erläutert: »Weil die Flächen durch die teils schweren Fahrzeuge beim Rangieren stark beansprucht werden, war für eine dauerhafte und ausreichend stabile Befestigung ein Material gefragt, das den hohen Belastungen auch langfristig standhält. Asphalt schied aus mehreren Gründen aus: Optisch hätte dies dem Bauherren zu monoton gewirkt. Andererseits wollte man sich die Option offenhalten, ohne Aufgrabungen Reparaturen durchführen zu können. Außerdem werden auf dem Gelände schwere Gerüste und Paletten aus Metall gelagert, die z.T. mit hohen Punktlasten auf die Fläche einwirken. Vor allem bei Hitze würde der Asphalt hier schnell nachgeben. Aus diesem Grund haben wir für die Maßnahme ein spezielles Verbundpflastersystem empfohlen«, so Eberle.
Die Wahl fiel auf das LineLock-Pflastersystem der Hermann UHL KG. Es gehört zur Einstein-Pflasterfamilie und verfügt über eine D-Punkt-Fugentechnik. Diese sorgt dafür, dass sich die Steine an ihren Unterkanten bei der Verlegung nur punktuell berühren. Dadurch wird der direkte Kontakt zwischen den einzelnen Steinen reduziert und die erforderliche Fugenbreite bleibt erhalten.
Oliver Borchert vom Betonwerk Hermann UHL erklärt: »Eine sogenannte Knirschverlegung wird vermieden und die für die dauerhafte Aufnahme von Verkehrsbelastungen erforderliche Fugenbreite bleibt erhalten. Dadurch können die auftretenden Kräfte zuverlässig über das Fugenmaterial zwischen den Steinen übertragen werden. Insbesondere horizontale Kräfte und Schubbeanspruchungen aus dem Fahrverkehr werden auf diese Weise aufgenommen und kontrolliert in die darunterliegenden Tragschichten abgeleitet.«
Auch die Gestaltung spielte bei der Auswahl eine Rolle. Das Pflaster besitzt ein rechteckiges Format von 30 x 18 x 10 cm und ermöglicht einen Reihenverband. Laut Planer Eberle fügt sich das Verlegemuster in die Architektur des neuen Betriebsstandorts ein.
Am 18. September 2026 erfolgte der offizielle Umzug der Jakob Lauer GmbH an den neuen Standort. Die Investitionskosten für das Bauvorhaben beliefen sich nach Unternehmensangaben auf rund 5 Millionen Euro.