Hannover (ABZ). – Kalksandstein ist laut Auswertung des Statistischen Bundesamtes mit einem Anteil von 40,6 % der am häufigsten verwendete Wandbaustoff für Tragwerkskonstruktionen im mehrgeschossigen Wohnungsbau.
Mit KS-Leichtwänden bieten die Hersteller des KS-Original Markenverbunds ab sofort laut eigener Aussage auch Lösungen für nichttragende Innenwände, die sich durch hohe Flächeneffizienz auszeichnen und die Integration von haustechnischen Installationen ermöglichen. Aufgrund ihrer einfachen, flexiblen Handhabung in Planung und Ausführung sollen die Bausysteme vor allem die Nachhaltigkeit und Langlebigkeit von Gebäuden im Bestands- und Neubau fördern.
Die materialhomogenen Leichtwände aus Kalksandstein können für nichttragende, leichte Trennwände im Wohnungsbau, Büro- und Wirtschaftsbau sowie im Schul-, Hotel- und Krankenhausbau eingesetzt werden. Herstellerabhängig bestehen sie aus schlanken KS-Bauplatten oder KS-NT-Elementen. Mit ihrer geringen Dicke von 70 oder 100 mm, beziehungsweise 115 mm bei KS-NT, sollen KS-Leichtwände zu flächenwirtschaftlich optimierten Gebäuden beitragen – sowohl aus ökonomischer als auch ökobilanzieller Perspektive. Denn aufgrund ihrer Schlankheit und verminderten Druckfestigkeit reduzieren sich Materialeinsatz und THG-Emissionen. Das geringe Eigengewicht reduziere zudem die Verkehrslast, wodurch auch andere Bauteile eines Gebäudes ressourcenschonender realisiert werden können.
Trotz reduzierter Tragfähigkeit stehen KS-Leichtwände auch weiterhin für die bauphysikalischen Vorteile von Kalksandstein: Aufgrund ihrer rein natürlichen Bestandteile Kalk, Sand und Wasser sind sie nicht brennbar und der Feuerwiderstandsklasse EI90 (vormals F90) zugeordnet. Die massiven Leichtwände bieten ein gutes Schalldämm-Maß im Bereich von Rw 39 bis 45 dB – abhängig von der Rohdichte ihrer Elemente. Darüber hinaus gewährleisten sie einen hohen sommerlichen Wärmeschutz und sollen durch ihre Schadstofffreiheit und diffusionsoffene Struktur zu einem gesundem Raumklima beitragen.
KS-Leichtwände besitzen bereits während der Erstellung eine hohe Eigenstabilität, sind nach DIN 4103-1 zulässig und somit ein sicherer, tragfähiger Befestigungsuntergrund. Im Falle eines Neubaus können sie geschossweise parallel zum Tragwerk per Handvermauerung errichtet werden. Wartezeiten im Bauablauf zur Ausführung nicht tragender Wände sollen sich dementsprechend einsparen lassen. Durch das Nut-Feder-System und unter Verwendung von Dünnbettmörtel soll ein rationelles, fehlerarmes Versetzen möglich sein. Ihre einfache Rück- beziehungsweise Umbaubarkeit unterstützt zudem die flexible Gestaltung von Grundrissen.
Eine weitere Besonderheit: KS-Bauplatten (d = 100 mm) und KS-NT-Elemente verfügen über lotrecht verlaufende Installations- beziehungsweise Leitungskanäle im Abstand von 125 mm. Bei Einhaltung des produktspezifischen Überbindemaßes ermöglichen sie eine komfortable Kabel- und Leitungsverlegung in der Leichtwand. Das Fräsen von Schlitzen auf der Baustelle soll entfallen können. Für Elektroanschlüsse ist die Verwendung handelsüblicher Hohlwanddosen möglich. KS-Bauplatten und KS-NT-Elemente werden regional an mehreren Standorten in Deutschland hergestellt. Während KS-Bauplatten in den Längen von 373 oder 498 mm erhältlich sind, stehen KS-NT Elemente mit einer Länge von 248 mm zur Verfügung. Die Standardhöhe beträgt grundsätzlich 248 mm.