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Regionale Materialien und Glas prägen neue Kita

Die neue "Kita Unterm Regenbogen" in Dingolfing vereint regionale Materialien mit moderner Verglasung und unterstützt die Reggio-Pädagogik in einem L-förmigen Bau.

Von ABZ
Nachhaltiger Kita-Bau in Dingolfing
Das geschwungene, begrünte Dach passt in die Auenlandschaft. | Foto: Isolar

Dingolfing (ABZ). – In den Dingolfinger Isarauen hat die Stadt eine neue Kindertagesstätte eröffnet. Die "Kita Unterm Regenbogen" unter Trägerschaft der Diakonie Landshut kombiniert laut Angaben der Beteiligten regionale Baustoffe mit funktionaler Verglasung..

Das L-förmige Gebäude wurde nach den Prinzipien der Reggio-Pädagogik konzipiert. Die Baukosten beliefen sich auf 12 Millionen Euro bei einer Bauzeit von 2022 bis 2024. Das Gebäude bietet Platz für 125 Kinder in fünf Gruppenräumen – drei für je 25 Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren sowie zwei für je 14 Kinder unter drei Jahren.

Regionalität bei der Materialwahl

"Bereits in der Planungsphase des Kita-Neubaus, der nach den Prinzipien der Reggio-Pädagogik gestaltet wurde, arbeiteten wir eng mit der Stadt Dingolfing und der Diakonie Landshut als Betreiber zusammen", berichtet Joachim Wagner, Inhaber und Geschäftsführer von Wagner Architekten. Diese Zusammenarbeit habe es ermöglicht, das pädagogische Konzept von Beginn an im architektonischen Entwurf zu verankern. Bei der Materialauswahl setzte das Planungsteam auf regionale Lieferanten. Die Außenwände sowie die Holzträgerkonstruktion bestehen aus Lärchenholz, die Innenwände aus unbehandelter Weißtanne. Beide Hölzer stammen aus dem Dingolfinger Stadtwald, wie Matthias Ferwagner, Projektleiter bei Wagner Architekten, erläutert.

Das L-förmig angelegte Gebäude fügt sich nach Angaben der Architekten in die natürliche Umgebung der Isarauen ein und öffnet den Blick Richtung Dingolfing sowie auf die Stadttürme. Das geschwungene, begrünte Dach nehme die Formen der umliegenden Landschaft auf. Für die Verglasung lieferte Glas Natter, Teil der Isolar-Gemeinschaft, rund 350 m² Sonnenschutzverglasung vom Typ Solarlux. Laut Geschäftsführerin Barbara Bosse wurde insbesondere auf beidseitige Sicherheitsverglasungen geachtet. Die eingesetzten Gläser erreichen einen Ug-Wert von 0,6 W/m²K. Ein zentraler Kennwert der Sonnenschutzgläser ist der Gesamtenergiedurchlassgrad von 22 %. "Das bedeutet, dass lediglich ein Fünftel der Sonnenenergie als Wärme in den Innenraum gelangt", so Barbara Bosse. Viele Scheiben wurden nach individuellen Schablonen in Sonderformaten gefertigt, um sich in die organische Gebäudeform einzufügen.

Energieeffizienz im Fokus

Das Zusammenspiel von Verglasung, Dämmung, kompakter Bauweise und moderner Wärmepumpe bringe die Kita dem Passivhausstandard nahe, erklärt Matthias Ferwagner. Der Parkplatz ist mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. "Das Dach spendet nicht nur Schatten, sondern erzeugt viermal mehr Energie, als die Kita selbst verbraucht", betont der Projektleiter.

Die Reggio-Pädagogik basiert auf der Überzeugung, dass Kinder Raum für Selbstverwirklichung und individuelle Entfaltung benötigen. Um diese Erziehungsphilosophie architektonisch umzusetzen, entwarf das Büro themenbezogene Räume, die die Gruppenräume ergänzen. "In der Kita Unterm Regenbogen befindet sich beispielsweise ein für alle zugängliches Atelier", erklärt Wagner.

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