Berlin (dpa). – Beim Ausbau der Stromnetze sollte aus Sicht von CDU-Bundesvize Andreas Jung künftig nicht mehr auf Erdkabel, sondern in der Regel auf Freileitungen gesetzt werden.
In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Entwurf eines Bundestags-Antrags wird auf eine Kostenersparnis in Milliardenhöhe verwiesen.
Der weitere Erfolg der Energiewende werde von ihrer Kosteneffizienz und Akzeptanz abhängen, heißt es. Die Erdverkabelung sei um ein Vielfaches teurer, sagte der Energiepolitiker Jung: "Deshalb brauchen wir eine neue Offenheit für Freilandleitungen.
Dabei müssen fortgeschrittene Projekte natürlich Vertrauensschutz genießen. Wo Planungen aber noch in Kinderschuhen stecken, müssen Weichen neu gestellt werden – mit einem gesetzlichen Vorrang für Freiland als Regelplanung. Das wäre ein Sprung bei der Kosteneffizienz, 20 Milliarden Euro mehr oder weniger sind kein Pappenstiel, das macht einen echten Unterschied." Zudem brächte das Zeitersparnis und Erleichterungen im Unterhalt. "Diese Debatte ist sensibel, aber wir müssen sie führen", sagte Jung.