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"Neues Schloss" im bayrischen Waldthurn ist grunderneuert

Im oberpfälzischen Waldthurn wurde in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt das historische "Neue Schloss" der Fürstenfamilie Lobkowitz mithilfe moderner Putz- und Dämmsysteme grunderneuert. Für die Rekonstruktion und energetische Ertüchtigung der Außenwände kam dabei die mineralische Spritzdämmung "m

Von ABZ
Neuer Glanz für alte Mauern
Baudenkmal vorbildlich wiederhergestellt: Durch aufwändige Rundum-Sanierung erstrahlt das "Neue Schloss" in Waldthurn wieder in altem Glanz. Die Außenwände wurden mit der innovativen Spritzdämmung "maxit ecosphere" energetisch aufgewertet. Diese enthält mikroskopisch kleine Vakuum-Hohlglaskugeln, die als Leichtzuschlagstoff für hohe Wärmedämmung sorgen. Um den historischen Charme und individuellen Charakter des Objektes zu erhalten, weisen die Putzflächen zudem bewusst leichte Unebenheiten auf. | Foto: Maxit-Gruppe

Waldthurn. – Sanierung eines Baudenkmals: Im oberpfälzischen Waldthurn (Bayern) wurde in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt das historische "Neue Schloss" der Fürstenfamilie Lobkowitz mithilfe moderner Putz- und Dämmsysteme grunderneuert. Für die Rekonstruktion und energetische Ertüchtigung der Außenwände kam dabei die mineralische Spritzdämmung "maxit ecosphere" zum Einsatz. Die Innensanierung erfolgte gemäß Auflage der Denkmalpflege mit kalkgebundenen Putzen von Maxit. Das Ergebnis zeigt ein vorbildlich saniertes Objekt.

Schlösser und Burgen üben einen großen Einfluss auf das Selbst- und Geschichtsverständnis einer Region aus. Dies gilt auch für das "Neue Schloss", das im Jahr 1666 als Sommerresidenz der böhmischen Fürstenfamilie Lobkowitz im oberpfälzischen Waldthurn entstand.

Heute besteht es aus einer zweigeschossigen Dreiflügelanlage, deren Hauptflügel ein Walmdach und in der Mitte ein Rundbogentor besitzt. Dabei bildet die Hofmauer mit eingelassenem Rundbogentor im Westen den Abschluss des Ehrenhofes. Genutzt wurde das Gebäude zuletzt von Kirche und Gemeinde, wobei der Sanierungsbedarf stark ins Auge fiel. Dieser konnte nun dank einer soliden Finanzierung im Rahmen der Städtebauförderung behoben werden.

Kernsanierung

Um das Schloss wieder instand zu setzen, musste es zunächst vollständig entkernt werden. Alle Arbeiten erfolgten dabei in enger Absprache mit dem Amt für Denkmalpflege. Erst als nur noch die rohen Wände standen, begann die eigentliche Phase der Wiederherstellung. Dabei galt es auch, die Fassade mit einem geeigneten Wärmeschutz auszustatten. Nachdem technische und wirtschaftliche Berechnungen durchgeführt und sogar Musterflächen erstellt wurden, fiel die Wahl auf das spritzbare Dämmsystem "maxit ecosphere". Schon mit einer Mindestdicke von drei bis vier Zentimetern konnte "maxit eco 72" den Wärmeverlust über die Außenwand um die Hälfte reduzieren.

Das stark zerklüftete Mauerwerk erhielt zunächst aufgrund von Altputzresten eine Haftbrücke aus "maxit eco 70", die als Grundlage für die eigentlichen Putzarbeiten diente.

Benötigt wurde im Anschluss ein schwindarmer Putz, der stark wechselnde Putzbrücken rissfrei überbrücken kann. Hier kam die Ecosphere-Version "maxit eco 72" aus dem Silo zum Einsatz, die innerhalb eines Tages in den geforderten Schichtdicken von drei bis sechs Zentimetern auf die Außenwände aufgebracht werden konnte.

Mit dieser Methode ließ sich die gesamte Fläche von rund 800 Quadratmetern in weniger als zwei Wochen mit der Spritzdämmung versehen. Dabei galt es auf Putzprofile zu verzichten, um das historische Erscheinungsbild nicht zu verändern. Der Wärmeleitwert der Trockenmasse des vor Ort eingesetzten Dämmsystems "maxit ecosphere" liegt bei lediglich 0,042 W/(mK), was energetische Ziele beim Sanieren unterstützt. Zugleich wird das Gewicht reduziert und eine hohe Langzeitstabilität erreicht. Nach der Grundierung erhielt Spritzdämmung "maxit ecosphere" noch eine obligatorische Gewebespachtelung.

Auf diese konnte anschließend der mineralische Edelputz "maxit ip artista" in altdeutscher gescheibter Putzweise aufgebracht werden. Als diffusionsoffener, spannungsarmer Oberputz lässt dieser eine hochwertige und individuelle Fassadengestaltung zu.

Das Finish bildet die tuchmatt trocknende "maxit Solarfarbe", die auf Silikonharz mit mineralischer Grundstruktur basiert und ebenfalls einen hohen Anteil an mikrofeinen Hohlglaskugeln enthält. Dieser erzeugt einen Isoliereffekt, der die Wärmedurchleitung verlangsamt und eine gleichmäßige Temperatur- und Feuchtigkeitsverteilung auf der Fassade bewirkt.

Mehr Schutz durch Putz

Die Innensanierung war nicht weniger herausfordernd – im Gegenteil: Auf die Verwendung moderner Bauprodukte sollte grundsätzlich verzichtet werden, sodass die notwendigen Putzträger für nicht putzfähige Untergründe aus Schilfrohr bestanden. Auch musste die Auflage der Denkmalpflege eingehalten werden, kalkgebundene Putze zu verwenden und Altputz möglichst zu erhalten. Die Innenwände im Erdgeschoss wurden daher mit einem feuchtebeständigen Trasskalkputz in Stand gesetzt. Im Obergeschoss mit stark unebenen Flächen fand der kalkbasierte Einlagenputz "maxit pluscalc 381" erfolgreich Anwendung. Seit Abschluss der Sanierung im Frühjahr 2023 zeigt sich das Neue Schloss in Waldthurn wieder in altem Glanz. "Unser Konzept ist aufgegangen", freut sich der ortsansässige Architekt Rudolf Meißner. Besuchern präsentiert sich das Denkmal seitdem wieder als echte Sehenswürdigkeit.

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Die Autorin arbeitet im Produktmanagement Bauwerkssanierung & Denkmalschutz, maxit Gruppe.

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