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Zügiger Gebäuderückbau mit Transport- und Mastkletterbühnen

Im Zentrum von Rotterdam wird ein neuer Wohnblock namens Perspective House errichtet. Der 60 Meter hohe, leerstehende Rabobank-Turm wurde abgerissen, unterstützt durch Böcker-Mastkletterbühnen und Zahnstangenaufzüge.

Von ABZ
Neuer Wohnblock entsteht
Das ehemalige Gebäude der Rabobank an der Blaak 333 in Rotterdam wurde bis auf das Erdgeschoss abgerissen. | Foto: Böcker Maschinenwerke

Rotterdam/Niederlande (ABZ). – Im Zentrum von Rotterdam entsteht derzeit das Perspective House, ein neuer Wohnblock mit moderner Fläche für Mietwohnungen und Gewerbeeinheiten. Dazu wurde das ehemalige Gebäude der Rabobank an der Blaak 333 nach jahrelangem Leerstand bis auf das Erdgeschoss abgerissen.

Bei den Rückbauarbeiten des 60 m hohen Büroturms unterstützen sechs Böcker-Mastkletterbühnen und ein Zahnstangenaufzug den effizienten Materialabtransport. Das Anfang 2024 abgeschlossene Großprojekt mitten im Herzen der niederländischen Hafenstadt war laut Unternehmen eine interessante Herausforderung für die Zahnstangentechnik der Böcker Maschinenwerke GmbH aus Werne und ihre niederländische Niederlassung Böcker Nederland BV mit Sitz in LE Velddriel.

Vor Projektbeginn erstellte Böcker gemeinsam mit dem Kunden M. Heezen aus Eindhoven einen Sicherheits- und Ablaufplan, auf dessen Grundlage die Abbruchmethodik festgelegt wurde. Neben der Gebäudestruktur spielten die Umweltfaktoren, wie die Nähe zu angrenzenden Häusern, die beengten Platzverhältnisse und der öffentliche Bereich mit großem Verkehrsaufkommen, eine wichtige Rolle, heißt es seitens der Planer. Unter diesen Bedingungen galt es die insgesamt 18 Stockwerke des Finanzkomplexes aus dem Jahr 1962 für den Neubau in möglichst kurzer Zeit abzureißen.

Im ersten Schritt wurde das gesamte Gebäude entkernt. Für eine hohe Abbruchgeschwindigkeit war, so Böcker, der schnelle Vertikaltransport von entscheidender Bedeutung. Zu den Kriterien für die Auswahl der passenden Transportbühnen zählten eine hohe Fördergeschwindigkeit, große Tragkraft, hohe Kabinenhöhe und die schnelle Verfügbarkeit. Der Böcker-Super-Lift LX 2040 A34 bot mit einer Tragfähigkeit bis 2000 kg beziehungsweise zwölf Personen und einer Geschwindigkeit von 40 m/min gute Voraussetzungen. Die Bühne konnte mittels des höhenverstellbaren Dachs auf die benötigte Innenhöhe von genau 3 m eingestellt werden. Das seit vielen Jahren bewährte Automatiksteuerung ermöglichte das Anfordern des Aufzugs von einer Haltestelle aus ohne manuelle Steuerungsumschaltung. Optional bestand die Möglichkeit einen zweiten Fahrkorb am gleichen Mast im Zwillingsbetrieb nachzurüsten, um bei Termindruck die Kapazität zu verdoppeln.

Die Demontage der Fassade erfolgte mit Hilfe von Mastkletterbühnen. Eine gute Arbeitshöhe, die freie Fassadenzugänglichkeit und nicht zuletzt die Doppelfunktion der Bühnen als Arbeitsebene und für den Materialtransport gaben dabei den Ausschlag für die Systementscheidung, heißt es. Zum Einsatz kamen sechs Böcker-Maxi-Climber MC 650 Doppelmast-Mastkletterbühnen mit einer maximalen Tragkraft von je 4500 kg.

Der dafür ausgewählte Mastkletterbühnentyp bot laut Unternehmen ausreichend Kapazität und mit einem großen Ankerabstand bis zu 15 m wenig Öffnungsaufwand im Vorfeld. Die große Stärke des Maxi-Climbers liege in seiner Variabilität und enorme Anpassungsfähigkeit. Individuell einstellbare Bühnenlängen bis 15 m bei der Einmastversion sowie 35 m bei der Doppelmastversion und Breiten bis 3,2 m sollen eine passgenaue Konfiguration auch bei anspruchsvollen Gebäudestrukturen ermöglichen.

Das Laut Unternehmen für Vermieter besonders interessante Böcker-Mastkonzept kam auch bei den Abrissarbeiten in Rotterdam zum Tragen. Während bei anderen Herstellern unterschiedliche Mastsysteme je nach Bühnenart benötigt werden, können bei Böcker sowohl Großflächentransportbühnen mit bis zu 4000 kg Traglast als auch Bauaufzüge und Mastkletterbühnen am gleichen Mast fahren, erläutert der Hersteller. Das soll zu einem erheblich verminderten Logistikaufwand und geringeren Investitionsaufwand führen – aufgrund des bewährten 650er-Mastsystems, das schon bei vielen Vermietern im Maschinenpark vorhanden ist. Bei dem Rückbau des Büroturms verminderte das einheitliche Mastkonzept den Bedarf an Zwischenlagerplätzen erheblich, so die Beteiligten.

ABZ

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