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Wissenschaftliche Bestätigung für langzeiterprobte Befestigungstechnik

Windkanaltests bestätigten die langjährige Praxis: Der Blechkaltkleber Enkolit ist äußerst zuverlässig für die Befestigung von Attikaabdeckungen und widersteht extremen Windsogkräften.

Von ABZ
Neulich im Windkanal
Modell der Attikaabdeckung zu Strömungsvisualisierung: Die mit Enkolit auf einer etwa 500 mm hohen Holz-UK befestigte 90°-Attia-Außenecke besteht aus 0,7-Millimeter-Titanzink. Die Profilbreite beträgt 300 mm – der Überstand etwa 25 mm. Die senkrecht nach unten abgekanteten Schenkel sind 100 mm hoch. |

Düsseldorf. – In Fachkreisen gelten Windkanäle als Geheimwaffe. Komplexe Versuchsreihen tragen etwa dazu bei, strömungsgünstige Fahrzeugformen zu entwickeln, um Kraftstoffverbrauch, Höchstgeschwindigkeit oder Fahrstabilität zu verbessern.

Ziel dieses Fachaufsatzes ist weniger, über den Luftwiderstandsbeiwert beziehungsweise cw-Wert erfolgreicher Enke-Rennwagen zu berichten – vielmehr geht es darum, nachzuweisen, was erfahrene Dachhandwerker seit Jahrzehnten bestätigen: Der Blechkaltkleber Enkolit ist ein zuverlässiges Befestigungssystem für Attikaabdeckungen und Gesimsverblechungen.

Die Verklebung von Abdeckungen und Verwahrungen aller Art hat sich im Dachdecker- und Bauklempner-Handwerk praktisch bewährt. Folgerichtig ist diese Verlegeart in der Fachregel für Metallarbeiten im Dachdeckerhandwerk (herausgegeben vom ZVDH) sowie in den Klempnerfachregeln (herausgegeben vom ZVSHK) beschrieben. Die vor über 60 Jahren (!) eingeführte, dauerplastische, bituminöse Klebe- und Dichtungsmasse Enkolit ist eine sichere und wirtschaftliche Methode zur Befestigung von Metallprofilen. Das Produkt eignet sich zum Beispiel perfekt zur Verklebung von Fensterbänken, Mauerabdeckungen oder Gesimsprofilen. Auch Ortgang- und Traufbleche können mit der langzeiterprobten Klebemasse fachgerecht und rationell befestigt werden. Entsprechende Dokumentationen des Enke-Werks reichen bis in die 1960er-Jahre zurück. Im Sinne einer freiwilligen Fremdüberwachung und zusätzlich zur werkseigenen Produktionskontrolle beauftragte Enke ab den 1980er-Jahren regelmäßig renommierte Experten mit unabhängigen Untersuchungen. Brandaktuell bestätigt eine Windkanal-Versuchsreihe über Jahre gesammelte Ergebnisse und positive Erfahrungen.

In einem Einzelfall-Gutachten hat das Enke-Werk die Leistungsfähigkeit des Blechkaltklebers Enkolit untersuchen lassen. Dazu wurde ein auf Windsog von Ingenieurbauwerken spezialisiertes Ingenieurbüro beauftragt. Im Zuge der Untersuchungen wurden umfangreiche Versuche in einem Windkanal durchgeführt. Dabei traten interessante und durchaus neue Erkenntnisse zum Thema Windsogsicherung an Attiken zu Tage, die für das Thema allgemein und darüber hinaus auch für die Fortschreibung oben genannter Regelwerke von Interesse sind.

Da an Gebäudeecken die höchsten Windsogbelastungen anfallen, wurde die Leistungsfähigkeit des Blechkaltklebers Enkolit exemplarisch an einer Attika-Ecke bewertet. Im Rahmen der Testreihe wurden ungünstigste Windwirkungen ermittelt und in Windersatzlasten für einen Tragfähigkeitsnachweis umgewandelt. Zusätzlich wurden Bemessungslasten für die Verklebung auf Beton und OSB-Platten bestimmt und gemessene Rohdaten statistisch abgesichert. Die gewonnenen Erkenntnisse wurden anschließend in einer Tragfähigkeitsanalyse berücksichtigt.

Um windspezifische Phänomene sichtbar zu machen wurde in der ersten Windkanal-Testreihe das 1:1-Modell einer Gebäude-Attika-Außen-Ecke verwendet. Die Windbelastung auf den Prüfkörper erfolgte aus unterschiedlichen Richtungen und mit einer Windgeschwindigkeit von 100 km/h. Die somit gewonnenen Erkenntnisse auf die hohe Leistungsfähigkeit des Klebers wurden genutzt, um ein weiteres komplett aus Holz angefertigtes Modell für eine zweite Testreihe zu spezifizieren. Bei der Anfertigung des zweiten Prüfkörpers war die Bestimmung der späteren Lage zahlreicher Messsonden von besonderer Bedeutung.

Die entsprechend umfangreiche Messtechnik zur Aufzeichnung der Windkanalbelastungen umfasst unter anderem 76 Druckmesspunkte die sich auf vier Druckmessquerschnitte verteilten. Einige der Messpunkte befanden sich im Bereich der 2,5 cm breiten Überstände der Abdeckung um erstmalig dort auftretende Drücke und Phänomene aufzuzeichnen. Im weiteren Verlauf wurden (in Abhängigkeit von Gebäudehöhe und Windlastzone) durch Enkolit aufzunehmende Winddrücke in Kilonewton pro Quadratmeter ermittelt. Dabei wurden maßgebende Leitgrößen der Windwirkung im Bereich des vorderen und hinteren Attikaüberstandes sowie der Profilmitte erfasst.

Für Bauwerke bis 20 m Höhe wird an Bauwerksstandorten in Deutschland ein auf der sicheren Seite liegendes Belastungsbild mit einer flächig wirkenden Last von 2,5 kN/m² abhebend wirkend als Windersatzlast an typischen Abdeckungen genutzt. In einem mehrstufigen Testverfahren wurden Strömungsphänomene, Ersatzlasten, Haftzugfestigkeiten von Enkolit auf OSB und Beton ermittelt, statistisch abgesichert und in einer Tragfähigkeitsanalyse gegenübergestellt. Die Erkenntnis: Selbst bei Betrachtung des ungünstigsten Falls bietet die Verklebung mit Enkolit bei sachgerechter und bestimmungsgemäßer Verwendung weit mehr als die übliche Sicherheit gegenüber Einwirkungen aus Wind. Die vorliegenden Ergebnisse zur Haftzugfestigkeit unmittelbar nach der Verklebung, lassen den Schluss zu, dass schon nach etwa zwei Stunden die Haftzugfestigkeit des Klebers höher als die maximal zu erwartenden Einwirkungen aus Wind sind.

Und noch etwas ist von Bedeutung: Die "Allgemein anerkannten Regeln der Technik" beschreiben per Definition einen Dreiklang aus "wissenschaftlich korrekt", "in der Fachwelt bekannt" und "praktisch bewährt". Durch die Windkanalversuche wurden langjährige praktische Erfahrungen bei der Verarbeitung von Enkolit zeitgemäß wissenschaftlich bestätigt und die Haftzugfestigkeit im Verhältnis zu Windlasten auf einer Attika-Ecke bewertet. Der Einsatz des bewährten Blechkaltklebers im gelben Gebinde ist folglich für die Verklebung von Abdeckungen, Verwahrungen und anderen Metallprofilen hervorragend geeignet. Die wissenschaftliche Untersuchung bestätigt einmal mehr was die Praxis schon lange weiß und übertrifft sogar noch die positiven Praxiserfahrungen. Sie bescheinigt, dass die Widerstandsfähigkeit von Enkolit gegen abhebend wirkenden Windsog weit über dem normativ geforderten Maß liegt. Die Untersuchungen haben zudem weitere detaillierte Erkenntnisse zur Windwirkung im Bereich der Überstände auf der Vorder- und Rückseite entsprechender Bauteile geliefert. Diese Erkenntnisse bilden die Basis zukünftiger weiterer Untersuchungen.

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Der Autor ist Dachdeckermeister und seit Januar 2019 Mitglied im Geschäftsleitungsteam des Düsseldorfer Enke-Werkes.

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