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Intelligente Parkraumlösung am Felsen von Gibraltar

Das E1-Wohnbauprojekt am Felsen von Gibraltar nutzt ein innovatives, platzsparendes Parksystem, um Sicherheit und Umweltfreundlichkeit zu maximieren.

Von ABZ
Planungsteam brilliert
Das E1-Projekt ist nach Unternehmensangaben ein eindrucksvolles Beispiel für die Anwendung automatisierter Parktechnologie. | Foto: Stopa Anlagenbau

Gibraltar (ABZ). – Das Wohnbauprojekt "E1 Residential" liegt am Fuße des Felsens von Gibraltar und überblickt die Alborán-See, den westlichsten Teil des Mittelmeers. Aufgrund dieser besonderen Lage und insbesondere aufgrund des hohen Risikos von Felsabstürzen stand das Planungsteam vor großen Herausforderungen.

Um sowohl Sicherheit als auch Funktionalität zu gewährleisten, griffen die Verantwortlichen deshalb zu besonderen Maßnahmen.

Vor allem für die Stellplätze, die die Baugenehmigung vorschrieb, fand das Team eine innovative Lösung, um die parkenden Autos der Nutzer vor herabstürzenden Steinen und der extremen Witterung durch die Nähe zum Meer zu schützen. "Der Standort stellte aufgrund seiner Größe und seiner Lage an der Nordwand des Felsens von Gibraltar und der damit verbundenen Steinschlaggefahr eine Herausforderung dar, die mit Einschränkungen verbunden war", erinnert sich der verantwortliche Architekt Jonas Stahl von Arc Designs.

"Die Notwendigkeit, die Stellplatzvorschriften aus der Baugenehmigung an diesem schwierigen Standort zu erfüllen, veranlasste uns zur Einführung des automatischen Parksystems", führt der Architekt aus. Der Auftraggeber entschied sich dazu, ein innovatives Parksystem von Stopa zu integrieren, das den vielseitigen Anforderungen vor Ort gerecht wird.

Das Team verbaute ein auto-Längs-Parksystem (LPS) vom Anlagenbauer Stopa mit Shuttle-Technologie, das 63 Stellplätze auf sechs Ebenen bietet. Dieses System erlaubt es, die Parkkapazität innerhalb der räumlichen Einschränkungen des Standorts zu maximieren, indem auf einer sehr geringen Grundfläche mehrere Ebenen errichtetet werden. Die Konstruktion umfasst eine Stahlstruktur innerhalb der Betonschale, ausgestattet mit einem Schienen- und Regalsystem, um die Transport-Shuttles zu unterstützen, die die Fahrzeuge an ihre vorgesehenen Plätze befördern. Die Parkebenen werden von individuellen Shuttles bedient, während ein seitlicher Aufzug mit 90-Grad-Drehfunktion den Fahrzeugtransport über die Ebenen hinweg sowie ein bequemes Ein- und Ausparken ermöglicht.

Um die Sicherheit der Nutzer und der parkenden Autos zu gewährleisten, wurde ein robuster Betonkörper als schützende Hülle für das Parksystem errichtet. Eine meterdicke Sandschicht auf dem Dach schützt die Stahlbetonhülle zusätzlich vor erheblichen Risiken durch Steinschlag und dient als zusätzlicher Puffer gegen potenzielle Einschläge. Die Struktur fügt sich darüber hinaus harmonisch in die bestehende Landschaft ein und erhält die Integrität der natürlichen Umgebung.

Das E1-Projekt stellte aufgrund der einzigartigen Lage und der Notwendigkeit, innerhalb einer schützenden Betonschale zu bauen, neue Herausforderungen dar, die innovative Lösungen erforderten. Die Ingenieurteams, die Feuerwehr und weitere lokale Behörden arbeiteten eng zusammen, um eine Belüftungs- und Rauchabzugsstrategie zu entwickeln, die nun speziell auf das umschlossene Volumen abgestimmt ist.

Die Bauarbeiten zum Projekt begannen Ende 2019. Es erhielt 2023 das "Certificate of Fitness", das den praktischen Abschluss der Bauarbeiten bestätigte und den Beginn des Betriebs des Parksystems markierte.

Das Parksystem trägt, so die Stopa Anlagenbau, nicht nur zur Sicherheit des Parkraums und deren Nutzer bei. Die Systeme reduzieren auch den Flächenbedarf von Parklösungen und eröffnen dem E1-Projekt trotz der exponierten Lage sichere und effiziente Parkmöglichkeiten. Darüber hinaus enthält die Lösung auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge mit anteiligem Solarbetrieb, was die Umweltfreundlichkeit des Standorts zusätzlich weiter verbessert.

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