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Betriebsergebnis um 18 Prozent gesteigert

Der Baukonzern Porr verzeichnete im dritten Quartal 2025 eine EBIT-Steigerung von 17,7 % auf 108,1 Millionen Euro und einen Rekord-Auftragsbestand. Details zu Großprojekten und Einsparungen werden beleuchtet.

Von ABZ

Wien/Österreich (ABZ). – Der österreichische Baukonzern Porr hat in den ersten drei Quartalen 2025 ein EBIT von 108,1 Millionen Euro erzielt. Das entspricht nach Unternehmensangaben einer Steigerung um 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der Auftragsbestand erreichte mit 9,6 Milliarden Euro einen neuen Höchststand. Der Auftragseingang stieg um 26,7 Prozent auf 6048 Millionen Euro. Zu den Großaufträgen zählen laut Porr Eisenbahnstrecken in Polen (Jasło – Nowy Zagórz) und Rumänien (Craiova – Caransebeș) sowie die Sanierung der A 2-Tunnelkette im Packabschnitt in Österreich.

Im Hochbau errichtet das Unternehmen unter anderem die Mutter-Kind-Station des Warschauer Krankenhauses und in Deutschland die Gemeinschaftsschule Insel Gartenfeld. Die Produktionsleistung lag mit 4 986 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahresniveau (–0,7 Prozent). Nach Herstellerangaben ist dies auf große Infrastruktur-Neuaufträge in Polen und Rumänien zurückzuführen, die sich als Design-and-Build-Projekte noch im Planungsstadium befinden.

Porr konnte die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen um 1,3 Prozent reduzieren. Die absoluten Einsparungen bei den bezogenen Leistungen betrugen 62 Millionen Euro. Das EBITDA verbesserte sich um 8,1 Prozent auf 269,8 Millionen Euro. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 4,3 Prozent auf 4463,8 Millionen Euro. Das Eigenkapital stieg um 7,2 Prozent auf 896,8 Millionen Euro.

Die Nettoverschuldung reduzierte sich um 28,9 Millionen Euro auf 307 Millionen Euro. Der Free Cashflow verbesserte sich um 25,5 Millionen Euro auf minus 188,3 Millionen Euro.

Im September 2025 stieg die Porr-Aktie in den ATX auf. Der Aktienkurs entwickelte sich nach Unternehmensangaben innerhalb eines Jahres um 118 Prozent nach oben, das Handelsvolumen vervierfachte sich.

Im Juni 2025 verkaufte das Unternehmen alle 1 703 674 Stück eigener Aktien über ein beschleunigtes Privatplatzierungsverfahren.

Der Erlös fließt laut Unternehmen in den Ausbau des Infrastrukturgeschäfts in Europa. Für das Jahr 2025 rechnet der Vorstand mit einem Umsatz zwischen 6,2 und 6,3 Milliarden Euro. Das EBIT wird zwischen 180 und 190 Millionen Euro erwartet. Bis 2030 strebt Porr eigener Aussage zufolge eine EBIT-Marge von 3,5 bis 4 Prozent an.

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