Bonn (dpa). – Bei einer bundesweiten Razzia auf Baustellen hat der Zoll eine Vielzahl an möglichen Mindestlohn-Verstößen und anderen Vergehen festgestellt.
Vor Kurzem waren insgesamt 2800 Zöllnerinnen und Zöllner aller Hauptzollämter in Deutschland ausgerückt und mehr als 8000 Bauarbeiter und andere Arbeitnehmer befragt – etwa in Berlin, München und Köln.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), dessen Ministerium der Zoll untersteht, sprach von einem "konsequenten Einsatz gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung auf dem Bau". "Wir werden die Gangart gegen diejenigen weiter verschärfen, die sich auf Kosten aller bereichern", sagte der Sozialdemokrat.
Wer schwarz arbeite oder arbeiten lasse, zahle weder Steuern noch Sozialabgaben. "Wir wollen die Ermittlungen weiter intensivieren und so noch mehr aufdecken." Er wolle die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung zügig verbessern.