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Seilsäge trennt Elemente vor Abbruch

Nach dem Brückeneinsturz der Carolabrücke in Dresden entstand ein herausforderndes Rückbaukonzept.

Von ABZ
Rückbau der Carolabrücke
Blick von der Carolabrücke auf die Altstadt von Dresden. | Foto: Sachsen-Säge

Dresden (ABZ). – Nach dem Einsturz eines Brückenzuges der Carolabrücke in Dresden am 11. September 2024 suchte die Stadt ein Rückbaukonzept für die verbliebenen Brückenzüge. Die Sachsen-Säge GmbH brachte bereits im Dezember 2024 gemeinsam mit weiteren Firmen den Vorschlag ein, den Rückbau per Sägeverfahren zu lösen.

Nach Prüfung aller eingereichten Konzepte entschied die Stadt, den Abbruch der Carolabrücke konventionell umzusetzen. Die Brückenteile sollten kontrolliert zum Einsturz gebracht und anschließend vor Ort zerteilt und abtransportiert werden. Zum Schutz des Elbeflussbettes wurde dafür ein Fallbett aufgeschüttet.

Im Rahmen des finalen Abbruchkonzeptes waren dennoch Sägearbeiten erforderlich. "Unsere Aufgabe bestand schließlich darin, die einzelnen Brückenelemente sauber voneinander zu teilen", erklärt Geschäftsführer Florian Wiefel. "Es galt, alle bestehenden Verbindungen zu trennen. So waren beispielsweise die beiden Fahrbahnen der Brücke mit einer Betonkonstruktion miteinander verzahnt, diese wurden per Seilsäge gelöst."

Zudem verliefen innerhalb der Brücke Gas- und Fernwärmeleitungen. "Diese haben wir ebenfalls mit der Seilsäge per Stahlschnitt an allen einzelnen Brückensegmenten getrennt", so Wiefel weiter.

Genutzt wurde eine Hilti-Wandsäge mit Umbaukit zur Verwendung als Seilsäge. "Damit hatten wir in der Vergangenheit schon gute Erfahrungen gemacht", so Florian Wiefel.

Zum Einsatz kam sowohl für den Betonschnitt der Verzahnung der Brückenteile als auch bei der Trennung der Stahlrohre ein konventionelles Seil von Hydro-Tec. Wie üblich erfolgten Kernbohrungen zur Vorbereitung der Seilsägearbeiten. Insgesamt war ein Zwei-Mann-Team im Juni 2025 gut zwei Wochen vor Ort im Einsatz.

"Mein Dank gilt dem gesamten Team für die erfolgreiche Umsetzung des Projektes und Egbert Hanzsch für seine fachliche Beratung und Unterstützung vor Ort", so Wiefel. Egbert Hanzsch, erfahrener Experte für Diamantwerkzeuge und heute im Team der Sachsen-Säge, begleitete dieses Projekt von der Erstellung der Abbruchkonzeption mit Diamantwerkzeugen über die Auswahl der richtigen Diamantwerzeuge bis hin zur Umsetzung vor Ort.

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen waren, folgte im September 2025 der finale Abbruch der Brücke. Dabei stürzten nacheinander die verbliebenen Brückenzüge kontrolliert auf das Schotterbett.

Dort zerlegten Bagger die Betonteile, die anschließend mit Lkw und Traktoren abtransportiert wurden.

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