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Erweitertes Wohnheim eröffnet

Die Lebenshilfe Starnberg eröffnet ein erweitertes Wohnheim mit 26 Plätzen, Trainingswohnung, nachhaltiger Technik und barrierefreier Außenanlage.

Von ABZ
Soziales Bauen
Mit dem Anbau setzt die Lebenshilfe Starnberg nach eigenen Angaben bewusst ein Zeichen gegen den bundesweiten Trend rückläufiger stationärer Wohnplätze. | Foto: Lebenshilfe Starnberg

Starnberg (ABZ). – Die Lebenshilfe Starnberg hat ihr Wohnangebot für Menschen mit geistiger Behinderung erweitert. Nach fünf Jahren Planung und Bauzeit öffnet das erweiterte Wohnheim in der Hanfelder Straße mit acht zusätzlichen Wohnplätzen.

Damit stehen ab sofort 26 Bewohnerinnen und Bewohnern Plätze zur Verfügung.

Das Projekt realisierte die Lebenshilfe Starnberg gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Drees & Sommer SE, das die Bauarbeiten von der Planung bis zur Fertigstellung steuerte. Mit dem Anbau setzt die Lebenshilfe Starnberg nach eigenen Angaben bewusst ein Zeichen gegen den bundesweiten Trend rückläufiger stationärer Wohnplätze. Während in vielen Regionen Deutschlands und auch in Bayern die Zahl der verfügbaren Wohnplätze aufgrund von Fachkräftemangel und neuen Personalvorgaben sinkt, investiert Starnberg gezielt in den Ausbau seiner Wohnangebote.

Die Lebenshilfe Starnberg betreibt im Landkreis vier Wohnangebote mit insgesamt 83 Plätzen. Die zentrale Lage der Wohnheime, beispielsweise das Wohnheim Hanfelder Straße nahe dem Stadtzentrum, ermöglicht den Bewohnerinnen und Bewohnern laut Betreiber eine aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Trainingswohnung inbegriffen

Der Neubau bietet nicht nur acht zusätzliche Wohneinheiten: "Im neuen Wohnheim wird es nun auch eine Trainingswohnung geben, in der das selbstständige Wohnen erprobt werden kann. Außerdem bauen wir hier eine Wohnung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ermöglichen Plätze für die Kurzzeitbetreuung für Menschen mit Behinderung", heißt es.

An der Westseite des bestehenden Gebäudes wurde ein neuer zweistöckiger Gebäudeflügel ergänzt. Die entstandenen Wohneinheiten sind als zwei Wohngemeinschaften gestaltet, in denen jeweils vier Personen wohnen. Da die Bewohner mit unterschiedlichen geistigen sowie körperlichen Behinderungen leben, wurde bei der Planung auf umfängliche Barrierefreiheit geachtet. Neben vier Zimmern als privater Rückzugsort verfügen beide Wohngemeinschaften über einen gemeinsamen Wohn- und Aufenthaltsraum sowie drei Bäder. In jedem Stockwerk entstand zusätzlich ein Zwei-Zimmer-Appartement. Eine der Wohnungen soll den Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden, die andere als Trainingswohnung genutzt werden.

Wärmepumpe und Solaranlage

"Neben der sozialen und inklusiven Komponente haben wir beim Neubau und der Sanierung der Außenanlage auch auf die Nachhaltigkeit einen großen Wert gelegt", erklärt Projektmanagerin Katharina Keller von Drees & Sommer. Das Wohnheim wurde mit einer Wärmepumpe sowie einer Solaranlage ausgestattet. Die Kombination aus Wärmepumpe und Solaranlage soll laut Angaben eine umweltfreundliche und kostensparende Energieversorgung gewährleisten, die den Eigenverbrauch von Solarstrom maximiert und langfristig Energiekosten senkt.

Die Installation der Solaranlage wird durch die Dachform des neuen Gebäudeflügels begünstigt. Das Pultdach besitzt nur eine geneigte Fläche, was den Materialverbrauch beim Bau verringert und eine kostengünstigere Alternative zu Satteldächern darstellt.

Zudem bietet es die Möglichkeit, die gesamte Dachfläche mit einer Solaranlage auszurüsten, ohne durch Dachschrägen oder andere Unterbrechungen Fläche zu verlieren. Im Zuge der Baumaßnahmen wurde auch die Außenanlage umfassend erneuert und neugestaltet. Der Fokus lag auf einer barrierefreien und naturnahen Gestaltung, die den Bewohnern vielfältige Möglichkeiten zur Erholung und Begegnung im Freien bietet.

"Die Herausforderung dabei war, dass dies alles auf engstem Raum geschah, während der Rohbau schon stand. Hier haben die Firmen teilweise kleine Kunststücke mit ihren Minibaggern verübt, um die harten Erdmassen zu bewegen", beschreibt Keller die Arbeiten an der Außenanlage.

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