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Synchronhubsystem hebt 6600 Tonnen schwere Decks

Das Enerpac EVO-Mehrpunkt-Synchronhubsystem optimiert die Nachrüstung seismischer Isolatoren am Savio-Viadukt. Erfahren Sie, wie präzise Hebevorgänge realisiert werden.

Von ABZ
SPS-System überwacht Bewegungen
Hochleistungs-Hydraulikzylinder, die vom Enerpac EVO-System gesteuert werden und die Brückenfahrbahn des Savio-Viadukts stützen. | Foto: Enerpac

Cesena/Italien (ABZ). – Das italienische Tiefbauunternehmen Mavi Srl nutzt ein Enerpac EVO-Mehrpunkt-Synchronhubsystem für die Nachrüstung von Brückenlagern am Savio-Viadukt. Mit zwölf Hydraulikzylindern ermöglicht das System die Installation neuer seismischer Isolatoren durch synchrones Anheben der Brückendecks.

Das 1890 m lange Viadukt liegt zwischen Kilometer 168 und 222 der SS3 bis "Tiberina" oder E45 in der Region Emilia-Romagna. Die Brücke folgt dem gewundenen Tal über dem Flussbett des Savio mit Spannweiten von 85 bis 110 m, die auf Pfeilern mit einer Höhe von 7 bis 60 m ruhen. Die Nachrüstung umfasst den Austausch aller vorhandenen Lager durch unidirektionale und multidirektionale seismische Isolatoren von Mavi Srl sowie durch Reibungspendelisolatoren eines anderen italienischen Unternehmens.

Mavi arbeitet sich von Pfeiler zu Pfeiler vor und verwendet dabei Enerpac EVO-Zylinder mit einer Kapazität von 600 t. Diese heben die beiden auf jedem Pfeiler ruhenden Brückenendstücke gleichzeitig an und schaffen so Zugang zu den neuen Brückenlagern. Die Lasten am Ende jeder Spannweite reichen laut Angaben des Unternehmens von 1224 t bis 6300 t für die Pfeiler 17 und 18 und 6 600 t für Pfeiler 6.

"Das Anheben der Brückendecks ist ein präziser Vorgang, der eine sorgfältige und genaue Steuerung erfordert", erklärte ein Sprecher von Mavi Srl. "Dank der Kombination aus dem synchronen Hebesystem EVO von Enerpac und den Hochleistungszylindern sind wir in der Lage, Lasten, die in manchen Situationen 6000 t überschreiten, sicher anzuheben."

Das Enerpac EVO-System kombiniert nach Herstellerangaben Hochdruckhydraulik mit einem SPS-System zur Überwachung und Steuerung der Bewegung und Positionierung schwerer Lasten. Es ermöglicht die Steuerung des gesamten Hebevorgangs mit einem einzigen Gerät und liefert Statusaktualisierungen zu jedem Zeitpunkt des Prozesses. Beim Savio-Viadukt-Projekt ermöglicht die Enerpac EVO-Steuereinheit den Betrieb der zwölf Zylinder mit unterschiedlichen Drücken und konstanter Volumenrate.

Dies soll kontrollierte Hebevorgänge ohne Biege- und Torsionsspannungen auf die Brückenfahrbahn gewährleisten. Die Pumpe kann Hubsensoren auslesen, sodass der Computer erkennt, wie hoch die Fahrbahn angehoben wurde, und den Druck in jedem Hebezylinder steuert. Das Anheben erfolgt unter Kontrolle und Überwachung mittels Zentimeter-Messwandlern und Fernablesung auf digitalen Geräten bis zu einem Maximum von 10 bis 12 mm.

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