Berlin (ABZ). – Der Baudienstleister Goldbeck erhält nach eigenen Angaben den Auftrag für das neue Stadtquartier Marienhöfe in Berlin. Als Generalübernehmer soll das Bielefelder Unternehmen elf Wohn- und Geschäftsgebäude sowie ein Quartiersgebäude mit rund 900 Wohnungen realisieren.
Auftraggeber ist die RS GmbH & Co. Immobilien II KG. Das Projekt entsteht auf einem rund 10 ha großen ehemaligen Bahn- und Baumarktgelände an der Attilastraße im Bezirk Tempelhof. Die Gebäude werden laut Goldbeck in systematisierter und serieller Bauweise errichtet, sodass die ersten Wohnungen bereits zwei Jahre nach Baubeginn bezugsfertig sind.
Die Gebäude bieten einen Mix aus frei finanziertem, gefördertem und seniorengerechtem Wohnen. Im Erdgeschoss der Wohngebäude entstehen Flächen für Dienstleistungen, Gewerbe und Gastronomie. Die Energieversorgung des Quartiers erfolgt über ein vollständig regeneratives Nahwärmenetz, das die Abwärme eines nahegelegenen Rechenzentrums in Kombination mit zwei Großwärmepumpen nutzt. Die Gesamtfertigstellung des nördlichen Abschnittes der Marienhöfe ist Goldbeck zufolge für August 2028 geplant.
Das Unternehmen fertigt wesentliche Bauelemente industriell in eigenen Werken vor und montiert sie anschließend auf der Baustelle. Dies ermöglicht nach eigenen Angaben eine wirtschaftliche Umsetzung.
Das Architekturbüro Collignon hat ein Konzept zur individuellen Gestaltung der Gebäude entworfen. Jedes Wohngebäude erhält eine eigene Fassadenoptik: Zum Einsatz kommen Keramikfliesen, glatte und strukturierte Putzflächen, Metall-Glasfassaden mit teilweise transluzenten Elementen sowie Holzhybridfassaden. Aufgrund der geschossweise versetzten Fensterachsen sowie der Kombination von Balkonen und Loggien entsteht laut den Planern ein lebendiger Eindruck der Fassaden. Gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist die Zertifizierung der zwölf Gebäude nach dem Gold-Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Zusätzlich werden Zertifizierungen nach WELL, die Konformität der EU-Taxonomie und KfW-55 angestrebt.