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Korridorsanierung Troisdorf-Wiesbaden im Zeitplan

Die Sanierung der Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden verläuft im Zeitplan. Mehr als 70 Prozent der Gleise wurden verlegt, über 80 Prozent der Weichen erneuert und neue Schallschutzwände errichtet.

Von ABZ
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Troisdorf/Wiesbaden (ABZ) | Die Sanierung der 160 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden liegt laut DB InfraGO im Zeitplan. Seit Baubeginn im Juli 2026 wurden nach Angaben des Unternehmens mehr als 70 Prozent der neuen Gleise verlegt und über 80 Prozent der geplanten Weichen erneuert. Knapp 40 Prozent der Oberleitung sind bereits modernisiert. Auch an den 36 Verkehrsstationen schreiten die Arbeiten voran. Die Abrissarbeiten sind nahezu abgeschlossen, neue Bahnsteigkanten und Fundamente für Dächer wurden teilweise bereits gesetzt. Auf sechs Kilometern stehen zudem neue Schallschutzwände.

In den verbleibenden zwei Monaten konzentrieren sich die Arbeiten neben Gleisen, Bahnhöfen und Oberleitungen insbesondere auf die Fertigstellung der Stellwerke. Anschließend sind umfangreiche Abnahmeprüfungen vorgesehen. Die DB InfraGO prüft zudem mit den Verkehrsunternehmen, ob der Zugverkehr nach Bauabschluss schrittweise wieder aufgenommen werden soll.

Entlang der Strecke werden sechs ältere Stellwerke durch elektronische Stellwerke (ESTW) ersetzt. Vier Anlagen in Neuwied, Engers, Koblenz-Ehrenbreitstein und Niederlahnstein sollen im Juli 2027 abgenommen und in Betrieb genommen werden. Außerdem werden elf bestehende ESTW angepasst und erweitert.

Der Zeitplan ermöglicht laut DB InfraGO auch die Sanierung des Horchheimer Kreuzungsbauwerks im Jahr 2027. Das neue Brückenteil soll im Frühsommer vormontiert und im Juli eingeschoben werden. Das Zugbeeinflussungssystem European Train Control System (ETCS) soll bis Ende 2027 auf der gesamten Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden verfügbar sein.

Während der Sperrung ersetzen 160 Busse auf 13 Linien den ausfallenden Nahverkehr. Die durchschnittliche Pünktlichkeit liegt laut DB InfraGO bei knapp 90 Prozent. Güterzüge werden überwiegend über die linke Rheinstrecke und die Siegstrecke umgeleitet.

In die fünfmonatige Korridorsanierung investiert die DB InfraGO rund 1,6 Milliarden Euro. Geplant sind unter anderem die Erneuerung von rund 80 Kilometern Gleisen, knapp 100 Kilometern Oberleitung, 160 Weichen und Arbeiten an zehn Brücken. Ziel ist es, die Strecke für den Personen- und Güterverkehr langfristig zuverlässiger zu machen.

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