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Fassadenkunst am Donaukanal

Das Hotel "The Rock" in Wien beeindruckt mit einer preisgekrönten Fassade aus gefaltetem Aluminium und innovativer Sonnenschutzverglasung, die den Energieverbrauch reduziert.

Von ABZ
Über den Dächern von Wien
Trotz der markanten Formsprache integriert sich "The Rock" in die historische Bebauung der Umgebung. | Foto: Paul Ott

Wien/Österreich (ABZ). – Das Hotel "The Rock" der Marke RED am Ufer des Donaukanals in Wien verfügt über eine preisgekrönte Fassade und besteht aus präzise gefalteten Aluminiumelementen. Bei der Realisierung der Sonnenschutz-Fassade setzte die Radisson-Gruppe auf Sonnenschutzverglasung von arcon.

Mit seiner tektonischen Fassadenfaltung habe das Hotel als erstes Radisson RED Hotel im deutschsprachigen Gebiet einen neuen architektonischen Fixpunkt im Wiener Viertel zwischen Stadtzentrum und Prater gesetzt, teilt arcon mit. Es wurde ausgestattet mit Veranstaltungsraum, öffentlicher Rooftop-Bar mit Terrasse, einem Restaurant und einem Fitness-Studio.

Der Entwurf des Baus soll von den Innocad Architekten aus Graz stammen, die der Philosophie von Radison folgend, mit der Marke RED die Generation Y ansprechen wolle. Als Beleg dafür wertet arcon unter anderem das erfolgreiche Erreichen des Finales des Hotel Design Awards 2022 sowie des Plan Awards 2022. Ebenfalls vom Design überzeugt waren die Juroren des European Property Award 2022-2023.

Laut Hersteller bewege sich die Fassade des "The Rock" jenseits einer gewohnten geometrischen Formensprache. Nicht nur wegen des Namens fühle man sich an geologische Strukturen erinnert, die charakteristisch für die Alpenrepublik seien. Auch an anderen Stellen des architektonischen Konzepts würde man lokale Assoziationen erspüren: Zum einen entspreche die Gebäudehülle allen Anforderungen der Bauordnung, zum anderen harmoniere sie visuell mit der Umgebung des Gebäudes und führe die historische Blockrandbebauung weiter. Dieses konsequente Fassadenkonzept reiche dann bis hinauf zur Dachterrasse mit ihrem angrenzenden Garten.

Nach Darstellung von arcon bildet ein 24 m hohes Graffito im Innenhof einen weiteren visuellen Anker des Gebäudes. Zusätzlich spanne eine Textildecke sich fast zeltartig über der schön eingerichteten Skybar auf und nehme die architektonische Grundidee, aus dem Inneren kommend, wieder auf.

Die Aluminiumelemente geben dem Hotel laut arcon eine gesteinsartige Optik, die nur durch die strukturierende Gebäudehaut gold-bronze verspiegelter Fenster durchbrochen werde. Die auf der Innenseite als Sitzbank ausgeformten Fenster stünden reliefartig aus der Fassade hervor.

Bei den Gläsern hatte sich das Planungsbüro für Dreifach-Isolierglas aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG-H) von Isolar aus Klagenfurt mit einer Stärke von acht mm auf den Außenseiten entschieden. Das Kürzel H verweise darauf, so das Unternehmen, dass die Gläser nach dem Herstellungsprozess einem Heißlagerungstest bei etwa 290 °C unterzogen wurden.

Bei diesem ließen sich arcon zufolge Nickelsulfid-Einschlüsse entdecken, die die Scheiben bei Hitzeeinwirkung brechen lassen könnten. Sollten keine Einschlüsse vorhanden sein, seien Spontanbrüche – etwa bei starker Erhitzung durch Sonneneinstrahlung – unwahrscheinlich.

Ebenso interessant: Als wirksamer Sonnenschutz kamen sunbelt gold Gläser von arcon als teilvorgespanntes Verbundsicherheitsglas (VSG/TVG 44.2 N10) zum Einsatz. Der Grund dafür: "sunbelt gold lässt sich durch seine spezielle Reflexionsfarbe exakt auf die Gesamtoptik der Gebäudehülle beziehungsweise die verwendeten Fassadenelemente abstimmen", erklärt Leo Lacroix, Objekt- und Fassadenberater bei arcon Glas. Vor allem würde sunbelt gold wegen seines niedrigen Gesamtenergiedurchlasses gerne eingesetzt, wenn die optische Harmonie des Gebäudes bewahrt und der Energiebedarf des Gebäudes reduziert werden solle.

Dies geschehe dadurch, dass im Sommer nicht allzu viel Wärme in das Gebäudeinnere gelange, während im Winter das Glas für eine hohe Wärmedämmung sorge, sodass es innerhalb des Gebäudes warm bleibe. Somit verbrauche im Sommer die Klimaanlage deutlich weniger Energie und helfe im Winter, Heizkosten einzusparen.

Unterm Strich reduziere sich auch der CO2-Fußabdruck. "Insgesamt haben wir in Wien rund 2500 m² Glas verbaut", sagt Lacroix. Entsprechend sei auch der Vorlauf gewesen.

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