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„Wir tun bereits viel”

Mit einem neuen Bericht hat das NRW-Umweltministerium in Zusammenarbeit mit dem LANUV und der FH Münster einen ersten Zwischenstand zur Umsetzung der neuen Ersatzbaustoffverordnung vorgelegt, teilte der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie (vero) nun mit.

Von ABZ
Umsetzung der Kreislaufwirtschaft Bau in NRW
Raimo Benger, Hauptgeschäftsführer vero | Foto: vero

Duisburg (ABZ). – Mit einem neuen Bericht hat das NRW-Umweltministerium in Zusammenarbeit mit dem LANUV und der FH Münster einen ersten Zwischenstand zur Umsetzung der neuen Ersatzbaustoffverordnung vorgelegt, teilte der Verband der Bau- und Rohstoffindustrie (vero) nun mit.

Demnach sei man weiter auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft. Seit dem 1. August 2023 ist die Ersatzbaustoffverordnung in Kraft, das aktuelle Monitoring zeige die Auswirkungen auf die Stoffkreisläufe mineralischer Abfälle und Nebenprodukte. Die Umsetzung dieser Verordnung in Nordrhein-Westfalen wird demnach intensiv überwacht.

"Als Verband sprechen wir uns ausdrücklich für den Einsatz von Sekundärrohstoffen aus – dort wo es ökologisch und ökonomisch sinnvoll ist", erklärt Raimo Benger, Hauptgeschäftsführer vero. "Allerdings müssen die Rahmenbedingungen noch weiter verbessert werden. Dazu gehört beispielsweise die fortlaufende Forschung zur Erschließung zusätzlicher Anwendungsgebiete. Dazu gehört aber auch, durch technologieoffene und neutrale Ausschreibungen weitere Absatzmöglichkeiten für Sekundärrohstoffe aller Materialklassen zu schaffen." Hier komme insbesondere der öffentlichen Hand eine Vorbildfunktion zu, so Benger.

"Wir tun bereits viel- Laut Kreislaufwirtschaft Bau werden aktuell rund 89,5 Prozent der mineralischen Bauabfälle wiederverwertet. Die Bestandsaufnahme folgert, dass die hergestellten Recyclingbaustoffe in NRW den Bedarf an mineralischen Baustoffen zu etwa 12 Prozent decken. Gemeinsam können wir Hürden überwinden und das Potential besser ausschöpfen. Dennoch muss der restliche Bedarf weiterhin durch Primärrohstoffe gedeckt werden. Daher kann die Frage auch nicht 'Sekundär- oder Primärrohstoffe?' sein, denn beides wird weiterhin in Kombination benötigt", erläutert Raimo Benger.

Nach Schätzungen des Berichts fallen in NRW jährlich etwa 40 Millionen Tonnen mineralischer Bau- und Abbruchabfälle an, die je nach ihren technischen und umweltfachlichen Eigenschaften in verschiedensten Bereichen verwendet werden können. Mehr als die Hälfte davon, rund 26 Millionen, stellt Bodenmaterial dar. Dieses wird entsprechend behördlicher Auflagen zu etwa zwei Dritteln im Rahmen von (Wieder-)Verfüllungen und Rekultivierung von Kies- und Sandgewinnungen genutzt.

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