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In Neukölln wird nun mit Lehm gebaut

In Neukölln entstehen zwei umweltfreundliche Gebäude in Lehm-Bauweise, um CO2 zu sparen und nachhaltige, kostengünstige Bauweisen im Mietwohnungsbau zu testen.

Von ABZ
Umweltfreundliche Neubauten umgesetzt
Hoben den Richtkranz: Ingo Malter (Geschäftsführer Stadt und Land, v. l.), Prof. Piero Bruno (Universität Stuttgart), Prof. Eike Roswag-Klinge (Technische Universität Berlin), Sabine Djahanschah (Deutsche Bundesstiftung Umwelt Osnabrück), Martin Hikel (Bezirksbürgermeister Berlin-Neukölln), Dr. Christoph Landerer (Vorsitzender des Aufsichtsrates Stadt und Land), Ute Bonde (Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt), Alexander Slotty (Staatssekretär für Bauen) und Natascha Klimek (Geschäftsführerin Stadt und Land). | Foto: STADT UND LAND/C. Kruppa

Berlin (ABZ). – Die Berliner Wohnungsbau-Gesellschaft mit dem Namen Stadt und Land errichtet zwei Gebäude in Ziegel-Lehm- und Holz-Lehm-Bauweise in Alt-Britz, Neukölln, die als so genannte Nachhaltigkeitspiloten CO2-Einsparpotenziale, Low-Tech-Strategien und ressourcenschonendes Bauen erforschen sollen. Dies gab Stadt und Land jetzt bekannt.

Ziel sei es, kreislaufgerechte und bezahlbare Bauweisen für den Mietwohnungsbau zu entwickeln. Im Beisein von Vertretern aus Politik und Wissenschaft hoben vor Kurzem Vertreter der Gesellschaft den Richtkranz über den Nachhaltigkeits-Piloten vor Ort..

Die beiden Objekte mit insgesamt 36 Mietwohnungen, davon 18 barrierefrei und sechs gefördert, fügen sich laut Gesellschaft in eine bestehende Wohnsiedlung in Alt-Britz ein.

Die fünfgeschossigen Häuser sind in Grundriss und Kubatur identisch, werden jedoch mit unterschiedlichen Baustoffen errichtet, um langfristige Vergleiche zwischen der Ziegel-Lehm-Bauweise und der Holz-Lehm-Bauweise zu ermöglichen, so die Gesellschaft.

Während der Entwurfs- und Bauphase sowie der ersten Betriebsjahre sollen beide Gebäude wissenschaftlich begleitet werden, um die ökologischen und ökonomischen Potenziale von nachhaltigen Baustoffen, einer robusten Lowtech-Bauweise und optimierten Grundrissen im Mietwohnungsbau aufzeigen zu können.

Ziel des Reallabors ist unter anderem zu zeigen, wieviel CO2 durch Materialien wie Holz, Lehm und Recyclingmaterial eingespart werden kann, während alle Anforderungen an Wärme-, Schall- und Brandschutz eingehalten werden. Nach der Fertigstellung wird ein Monitoring durchgeführt, das Aufenthaltsqualität, Energiebedarf und Umweltwirkungen untersucht. Die Ergebnisse werden mit konventionellen Bauweisen verglichen, um fundierte Erkenntnisse für den Geschosswohnungsbau zu gewinnen. Mit diesem Projekt leistet die Stadt und Land einen Beitrag zur Entwicklung kreislaufgerechter, technikreduzierter und erschwinglicher Bauweisen.

Es soll zeigen, wie nachhaltige Materialien langfristig im sozialen Wohnungsbau integriert und klimafreundliches Bauen mit niedrigen Betriebskosten ermöglicht werden kann. Das Projekt wird von der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz sowie der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

Es wird von der Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land mit der Arge ZRS Architekten und Bruno Fioretti Marquez umgesetzt und von der TU Braunschweig, der TU Berlin und der Universität Stuttgart ausgewertet. Die Stadt und Land-Wohnbauten-Gesellschaft mbH bewirtschaftet rund 53 100 Wohnungen und über 880 Gewerbeobjekte sowie weitere Wohnungen und mehr als 250 Gewerbeobjekte im Auftrag Dritter sowie im Berliner Umland und zählt zu den großen Wohnungsbaugesellschaften.

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