Rosenheim (ABZ). – Der Baubeginn für die geplante Campuserweiterung der Technischen Hochschule Rosenheim rückt näher, wie das Staatliche Bauamt Rosenheim mitteilt. Mit dem Projekt wurde demnach ein Totalunternehmer-Joint Venture beauftragt.
Dieses besteht nach eigenen Angaben aus der Hochtief Infrastructure GmbH und der Rubner Holzbau GmbH. Die gemeinsame Unterschrift des Vertrags, durch die die Auftragserteilung offiziell besiegelt ist, soll am 7. Februar geleistet worden sein. Zuvor hatte der Rosenheimer Stadtrat die notwendigen Genehmigungen für die bauvorbereitenden Maßnahmen erteilt, informiert das Bauamt.
In angrenzender Nähe zur Technischen Hochschule entstehe ein innovativer Technologiepark mit einer Vielzahl an Hallen- und Laborflächen für Forschung und Lehre. Ein weiteres Gebäude soll neben einem digitalen Lernzentrum eine Mensa sowie ein Studierendenzentrum beinhalten. Notwendig ist der Neubau wegen des Wachstums der Technischen Hochschule Rosenheim, so das Bauamt. Die zu bebauende Fläche beträgt nach eigenen Angaben 15 600 m², die genehmigten Gesamtkosten 320 Millionen Euro.
Als nachgeordnete Behörde des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr vertritt das Staatliche Bauamt Rosenheim bei diesem Projekt den Freistaat Bayern als Bauherrn. Dazu soll ein mehrköpfiges Projektteam zusammengestellt worden sein. Der Gebäudekomplex soll in hybrider Holzbauweise realisiert werden und mit dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) ein Goldzertifikat erreichen. Dieses stehe für eine ökologisch, ökonomisch, soziokulturell, funktional wie technisch ausgezeichnete Qualität und Nachhaltigkeit.
Der Neubau wird durch die Bayerische Staatsregierung gefödert. Bayerns Wissenschaftsminister Markus Blume sagte über das Projekt: "Die Tinte ist trocken, jetzt kann's losgehen. Wir unterstützen die TH Rosenheim auf ihrem tollen Expansionskurs. Technologiepark und Studierendenzentrum sind echte Zukunftsprojekte für die Hochschule und die gesamte Region. Möglich machen wir das mit unserer 5,5 Milliarden schweren Hightech Agenda Bayern – sie ist ein Innovationsturbo für den gesamten Freistaat."
Die besondere Bedeutung des Projektes für die zukünftige Entwicklung des Campus Rosenheim unterstreicht auch Prof. Heinrich Köster, Präsident der TH Rosenheim: "Der Technologiepark mit seinen neuen Laboren und Versuchsanlagen bedeutet einen Quantensprung bei der Ausbildung von gefragten Fachkräften. Mit dem Mega-Projekt können wir unseren Erfolgsweg auf einem neuen Niveau fortsetzen".
Der Spatenstich für den Neubau des Technologieparks und des Studierendenzentrums an der Technischen Hochschule Rosenheim ist für Mitte dieses Jahres geplant.