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Arbeiten bei der Bahntrassensanierung

Die SBB modernisiert den Bahnhof Zürich Wipkingen für barrierefreien Zugang und erneuert die Bahntrasse, Brücken und Viaduktabschnitte, inklusive Asbest-Sanierung.

Von ABZ
Wipkinger-Viadukt in Zürich
Entwässerungsbohrungen im Gewölbemauerwerk. | Foto: Diamantbohr

Zürich/Schweiz (ABZ). – Die Schweizerische Bundesbahnen AG (SBB) baut den Bahnhof Zürich Wipkingen um, damit Reisende die Bahnsteige und Züge in Zukunft stufenfrei erreichen können. Zudem erneuert die SBB auf dem Abschnitt zwischen dem Viadukt (Höhe Geroldstraße) und Zürich Oerlikon (Tunnelportal) die Fahrbahn und die Fahrleitung, damit die Züge auch weiterhin sicher und pünktlich verkehren können.

Die Arbeiten umfassen auch die Sanierung am Mauerwerkviadukt und an verschiedenen Brücken..

Das Wipkinger-Viadukt erstreckt sich über 850 m. In diesem Bereich wird die Bahntrasse erneuert. Der Auftrag umfasst unter anderem den Ausbau von vier Stahlbrücken inklusive Sanierung und Wiedereinbau, die Sanierung der Sihlquaibrücke vor Ort sowie die statische Verstärkung einzelner Viadukt-Pfeiler. Zusätzlich wird der alte Brückentrog teilweise zurückgebaut, sodass die äußere Ansicht der Natursteinmauer erhalten bleibt. Im ersten Schritt erfolgte ein vertikaler Trennschnitt im Natursteinmauerwerk auf beiden Seiten des Viadukts. Bei einer Schnitttiefe von 20 bis 80 cm über 850 m wurden innerhalb von drei Wochen mehr als 635 m² gesägt. Dafür kamen zwei Stück der eigens für die Diamantbohr AG entwickelten selbstfahrenden hydraulischen Säge HA90, laut Hersteller auch bekannt als "stärkste Wandfräse Europas", zum Einsatz.

Zudem ermöglichten zwei in der Diamantbohr-Werkstatt geplante und angefertigte Stahlkonstruktionen dem Team vor Ort ein Umsetzen von 8 m in einem Schritt. Gezogen wurden diese Stahkonstruktionen von der HA90. Im Gewölbemauerwerk, das mit nicht kompaktem Material aufgeschüttet und überbetoniert war, wurden zahlreiche Entwässerungsbohrungen erstellt. Um dieses Material zu durchdringen, wurden hydraulische Endlosbohrgeräte eingesetzt. Damit wurden die teils bis zu 3,5 m langen Bohrungen mit 200 mm Durchmesser ausgeführt.

Eine besondere Herausforderung stellte laut Ausführenden der Rückbau der Brückenfahrplatten dar, dabei wurde erst kurz vor Abbruchbeginn eine Asbestbelastung erkannt. Innerhalb von nur zehn Tagen erarbeiteten die beteiligten Unternehmen ein gemeinsames Lösungskonzept. Das sah vor, die Stahlbrücken inklusive Fahrbahn anzuheben und in das Kieswerk Tägerhard in Wettingen zu transportieren. Dort wurde mit einem Seilsäge-Trennschnitt im Vollstahl die Fahrbahn von dem geschützten Stahlfachwerk gelöst.

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