Wiesbaden (ABZ). – Im September 2025 wurde in Deutschland der Bau von 24.400 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren dass 59,8 Prozent oder 9.100 Baugenehmigungen mehr als im September 2024.
"Dieses kräftige Plus ist maßgeblich auf den Einbruch im September 2024 zurückzuführen, als nur 15.263 Wohnungen genehmigt wurden", teilt der Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB) zu den jüngst vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen mit. Maßgeblich für den Zuwachs im September sei zudem der Anstieg bei den Genehmigungen im Mehrfamilienhausbau. "Gut 14.000 genehmigte Wohnungen bedeuten hier eine Verdopplung zum Vorjahresmonat aber auch ein erkennbar höheres Niveau gegenüber den Vormonaten", kommentiert Felix Pakleppa, ZDB-Hauptgeschäftsführer die Zahlen.
"Nach wie vor ist das effektivste Mittel, um den Wohnungsbau kurzfristig anzukurbeln, die finanzielle Förderung massiv auszuweiten. Dass neben der Einführung verbesserter Zinskonditionen nun auch die Mittel für die KfW-Förderprogramme im Bundeshaushalt 2026 noch einmal leicht aufgestockt werden, sind positive Signale der Politik", kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Tim-Oliver Müller, die Genehmigungszahlen.
Laut Detstatis stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen im Neubau im September 2025 gegenüber September 2024 um 80,1 Prozent oder 9.300 auf 20.900.
Die Zahl genehmigter Wohnungen, die durch den Umbau bestehender Gebäude entstehen, sank im September 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,9 Prozent oder 180 auf 3.500.
Im Zeitraum von Januar bis September 2025 wurde in Deutschland laut dem Amt der Bau von 175.600 Wohnungen in neuen sowie bereits bestehenden Gebäuden genehmigt. Das waren 11,7 Prozent oder 18.400 Wohnungen mehr als von Januar bis September 2024. In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis September 2025 insgesamt 142.600 Wohnungen genehmigt, das waren 14,2 Prozent oder 17.800 Neubauwohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum.
Dabei stieg die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 17,4 Prozent (+ 4.900) auf 33.300. Bei den Zweifamilienhäusern sank die Zahl genehmigter Wohnungen um 2,8 Prozent (–270) auf 9.500.
In Mehrfamilienhäusern, der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, genehmigten die Bauaufsichtsbehörden rund 93.100 Neubauwohnungen. Das war ein Anstieg um 13 Prozent (+ 10.700) gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in Wohnheimen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55,9 Prozent (+ 2.400) auf 6.700 Wohnungen.