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Bauwirtschaft verzeichnet wieder mehr Aufträge

Die Bauwirtschaft sieht sich in der Krise. Doch deuten jüngste Daten zum Auftragseingang in Mecklenburg-Vorpommern darauf, dass es wieder aufwärtsgehen könnte.

Von dpa

Schwerin (dpa). - Die Bauwirtschaft sieht sich in der Krise. Doch deuten jüngste Daten zum Auftragseingang in Mecklenburg-Vorpommern darauf, dass es wieder aufwärtsgehen könnte.

In der Bauwirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns wächst die Hoffnung auf eine Trendwende hin zum Guten. Nach einem Jahr mit Licht und Schatten gebe insbesondere der Auftragseingang Anlass zu leichter Zuversichtlich. „Es ist ein Silberstreif am Horizont”, sagte Bauverbands-Hauptgeschäftsführer Jörn Jansen in Schwerin. Im Monat Dezember habe das Auftragsplus im Vergleich zum Vorjahresmonat 32,4 Prozent betragen.

In einer Mitte Januar veröffentlichten Umfrage des Landesbauverbandes gaben zwei Drittel der befragten Unternehmen an, dass sie für die kommenden drei Jahre mit einem schrumpfenden Geschäft rechnen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Anteil der Skeptiker dabei spürbar erhöht.

Wie die jetzt veröffentlichte Jahresstatistik offenbart, gingen im gesamten Jahr 2024 rund 12 Prozent mehr Aufträge ein als im Jahr davor. Davon hätten alle Sparten, besonders aber wieder der Tiefbau profitiert, sagte Jansen. Auch in den Wohnungsbau komme nach zwei extrem schwachen Jahren wieder etwas Schwung.

Das Gesamtvolumen der Auftragseingänge summiere sich für 2024 auf knapp 1,8 Milliarden Euro. Der Personalabbau in den Baufirmen sei gestoppt. „Die Zahlen verdeutlichen, dass die Bauwirtschaft trotz Krise ein stabiler Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern ist”, betonte Jansen. Doch sei es verfrüht, von einem Ende der Baukrise zu sprechen.

Der Gesamtumsatz in der Baubranche überstieg 2024 mit gut 2,2 Milliarden Euro den Vorjahreswert leicht um 1,3 Prozent. Dabei fielen erneut auch gestiegene Baupreise ins Gewicht. Besonders wuchs der Bauumsatz durch Projekte, die Kommunen, Land und Bund in Auftrag gegeben hatten. Das Plus im öffentlichen Bau betrug 9,4 Prozent, getragen vor allem vom Straßenbau.

Auch der Wirtschaftsbau als umsatzträchtigster Zweig legte erneut kräftig zu. Demgegenüber hielt die Talfahrt im Wohnungsbau mit einem Umsatzminus von 21,3 Prozent an. Doch wuchs das Volumen neuer Aufträge für den Bau von Wohnungen binnen Jahresfrist um 32,3 Prozent auf 320 Millionen Euro, obwohl von den Behörden weniger Baugenehmigungen erteilt wurden.

Alle statistischen Angaben beziehen sich auf Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten.

dpa

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