Stolzenau (ABZ). – Mit einer umfangreichen Einhausung wird derzeit der Neubau der Weserbrücke in Stolzenau umweltgerecht realisiert. Die Spezialgerüstbauer der Gemeinhardt Service GmbH haben dafür nach eigenen Angaben rund 200 t Gerüstmaterial verbaut, um die Arbeiten wind- und wetterunabhängig durchführen zu können.
Die neue Brücke mit einer Stützweite von 130 m wird aktuell an Land vormontiert. Laut Bauleiter Karsten Mohr von der SAM Stahl- und Anlagenbau Magdeburg GmbH liegen die Arbeiten im Zeitplan.
Die einzelnen Teile wurden im Werk produziert und per Schwerlasttransport zur Baustelle gebracht. Vor Ort werden die Komponenten von der montec GmbH zusammengebaut und verschweißt. Die Franz Dietrich GmbH ist für den Korrosionsschutz der Baustellenschweißnähte verantwortlich.
Für die Einhausung der Brücke ist die Gemeinhardt Service GmbH seit November mit vier Mitarbeitern vor Ort. "Wir haben uns relativ früh die Brückenpläne kommen lassen, um mittels unserer CAD-Planung nur die Gerüstteile mitzubringen, die wir auch wirklich brauchen", erklärt Konstantin Schütze, Projektleiter bei Gemeinhardt. Dies wirke sich positiv auf die Kosten aus, da Benzin gespart werde, weniger Wagenladungen benötigt würden und kein großes Gerüstlager an der Baustelle erforderlich sei.
Die Einhausungen werden laut Mohr immer wieder kurzfristig versetzt, damit die Arbeiten sowohl von oben als auch von unten durchgeführt werden können. Parallel dazu konzentrieren sich die Arbeiten auf eine mögliche Kampfmittelbeseitigung in der Weser, damit die Pontons eingeschwommen werden können, über die der Einschubvorgang der 1600 t schweren Brücke erfolgen soll. Die Fertigstellung ist für den 15. Juni 2025 geplant. An diesem Tag soll um 12 Uhr mit dem Einschubvorgang begonnen werden, der bis zum 18. Juni um 15 Uhr abgeschlossen sein muss, da zu diesem Zeitpunkt ein Flusskreuzfahrtschiff die Passage passieren soll.
Der Neubau der Weserbrücke wurde notwendig, nachdem Untersuchungen im Jahr 2009 ergeben hatten, dass die bestehende Brücke dem zunehmenden Lastenaufkommen nicht mehr gewachsen war. Die Entwurfsplanungen begannen 2018. Die alte Brücke stammte aus dem Jahr 1948, als ein Stahlüberbau auf noch ältere Grundpfeiler aufgesetzt wurde, nachdem die Vorgängerbrücke im April 1945 zerstört worden war.
Als führende Experten im Spezialgerüstbau leisten engagierten Gerüstbauer laut eigener Aussage jeden Tag Pionierarbeit. Die Art, wie die Mitarbeiter denken und arbeiten, schaffe Mehrwert für anspruchsvolle und herausragende Projekte. Dabei scheue das Unternehmen sich nicht, in großen Dimensionen zu denken und gleichzeitig ein Gespür für die feinen Zusammenhänge zu haben. Das Unternehmen spreche die Sprache der Kunden, kennen ihre Produkte, ihre Herausforderungen und Visionen.
Die Gemeinhardt Service GmbH aus Roßwein sucht auch in diesem Jahr wieder nach jungen Talenten. Am 24. Mai findet der Mittelsachsen-Sommer-Contest statt, bei dem Jugendliche ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können. Der Gerüstbauspezialist schreibt den Wettbewerb für Teilnehmer bis 25 Jahre aus der Region Mittelsachsen aus. Auf die Gewinner warten Preisgelder. "Mal ganz ehrlich: Die ständige Schelte von der unmotivierten Jugend ist doch Blödsinn. Selbstverständlich hat die junge Generation Leidenschaften und Talente, die sie mit viel Fleiß beständig weiterentwickeln", erklärt Walter Stuber, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens. "Wir wollen unseren Jugendlichen die Möglichkeit geben, ihr Können zu zeigen, gerade wenn sie es bislang vielleicht nur verborgen in der heimischen Garage geübt haben." Das Spektrum der möglichen Darbietungen ist breit gefächert: Von Gesang, Tanz und Instrumentalmusik über Poetry Slam und Zauberei bis hin zu sportlichen Vorführungen und Akrobatik ist alles willkommen. Eine Jury aus Musikern, Jugendarbeitern und Künstlern wird die Beiträge bewerten. "Viele Hobbys benötigen nicht nur viel Geduld und Trainingszeit, sondern auch Geld. Gerade beim Kauf von Instrumenten oder Sportausrüstungen wird das Taschengeld in Anspruch genommen", ergänzt Geschäftsführer Dirk Eckart. "Wir wollen unsere Jugendlichen neben der öffentlichen Sichtbarkeit auch ganz handfest mit einer Finanzspritze unterstützen." Für die drei Bestplatzierten vergibt das Unternehmen Preisgelder.