Frankfurt (dpa). – Wegen des Feldhamsters liegen die Planungen für ein Baugebiet im Frankfurter Stadtteil Sindlingen zurzeit auf Eis. Das teilte der Magistrat der Stadt Frankfurt dem zuständigen Ortsbeirat auf Anfrage der Grünen-Fraktion mit. Da der Hamster unter Naturschutz stehe und der Erhaltungszustand hessenweit ohnehin schlecht sei, sieht der Magistrat eine Bebauung des Geländes derzeit als "nicht zulässig". "Das Bebauungsplan-Verfahren ruht", bestätigt Mark Gellert, Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef. Ursprünglich war geplant, auf dem Areal rund 2000 Wohneinheiten zu bauen. Endgültig vom Tisch ist die Idee damit aber nicht. Es könne durchaus sein, dass die Feldhamster weiterziehen, so Gellert. Dann könnte die Planung wieder aufgenommen werden. Die Hamsterpopulation auf dem Areal ist der Stadt Frankfurt seit 2012 bekannt und wird jedes Jahr überprüft. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" darüber berichtet. Der Feldhamster gilt europaweit als gefährdet und wird durch die FFH-Richtlinien der Europäischen Union geschützt.
dpa
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