Augsburg (dpa). – Bei der umstrittenen Sanierung des Augsburger Staatstheaters ist nach einem Schadstoffverdacht kein längerer Baustopp nötig. Wie die Stadt berichtete, habe sich der Verdacht auf Schadstoffe in der Luft nicht bestätigt. Die Bauarbeiten könnten wieder aufgenommen werden.
Rund eine Woche lang standen die Arbeiten im historischen Großen Haus still, nur die Bauarbeiten für die angrenzenden Neubauten konnten fortgesetzt werden. Grund war, dass im Deckenbereich Material gefunden worden war, das möglicherweise gefährlich sein könnte.
Daher wurden Proben genommen und in einem Labor analysiert. Es war vermutet worden, dass beim Wiederaufbau in den Nachkriegsjahren problematische Stoffe eingesetzt worden sein könnten. Nach Angaben des zuständigen Architektenbüros sind solche Schadstoffverdachtsfälle bei Altbausanierungen nicht ungewöhnlich.
Die Generalsanierung des Augsburger Theaters ist seit Jahren wegen Verzögerungen und enormen Kostensteigerungen in der Kritik. Nachdem mit ehemals 186 Millionen Euro kalkuliert wurde, werden aktuell Ausgaben in Höhe von 417 Millionen Euro erwartet.