Köln (dpa). – Ein neues Wohnquartier in Köln mit 216 Wohnungen und einer Tagespflege soll demnächst mit Wärme aus Abwasser beheizt werden. Dazu werde ein Wärmetauscher in einem nahegelegenen Abwasserkanal installiert, wie der Energieversorger Naturstrom berichtete.
Der Strom für die Wärmepumpen kommt von einer Solaranlage auf den Dächern der Wohnhäuser, ergänzt durch Grünstrom aus dem Netz. Im Winter habe das Abwasser eine Temperatur von mindestens 10 bis 1 Grad Celsius, erklärte der Geschäftsführer des Wärmetauscher-Herstellers Uhrig Energie, Stephan von Bothmer.
Damit sei es eine vergleichsweise energiereiche und verlässliche Wärmequelle. "Das ermöglicht ein besonders effizientes Arbeiten der angeschlossenen Wärmepumpen." Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) lobte das Projekt. "Von diesen Erfahrungen profitieren andere Bauwillige, die Mieterinnen und Mieter und natürlich die Umwelt", erklärte sie laut einer Mitteilung. In das gesamte Quartier fließen rund 12,6 Millionen Euro öffentliche Wohnraumförderung. Die Wohnungen sollen im Laufe des nächsten Jahres bezugsfertig werden.