Genf/Schweiz (dpa). – Der weltweite Bauboom hat die Nachfrage nach Sand und Kies einer neuen Studie zufolge in 20 Jahren verdreifacht. Mit 40 bis 50 Mrd. t im Jahr sei Sand gemessen am Volumen nach Wasser der größte gehandelte Rohstoff der Welt, teilte das UN-Umweltprogramm (Unep) in Genf mit. Der unregulierte Abbau sei für die Umwelt aber gefährlich. "Flüsse, Deltas und Küsten werden ausgewaschen, Sand-Mafias blühen, und der Bedarf steigt", so die Unep. Weil die Weltbevölkerung wächst und immer mehr Menschen in Städte ziehen, werde immer mehr gebaut. Der Sand- und Kiesbedarf für Häuser, Straßen und andere Bauten steige nach Schätzungen jedes Jahr um 5,5 %. Die Folgen seien schwerwiegend: Übermäßiger Sandabbau führe an Küsten vermehrt zu Überschwemmungen. Das UN-Umweltprogramm verlangt eine Regulierung der weltweiten Sandbestände.
dpa
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