Nach aktuellen Angaben der Sozialkassen der Bauwirtschaft (Soka Bau) steigt die Zahl neuer Ausbildungsverhältnisse im aktuellen Ausbildungsjahr um rund 13 Prozent, nachdem in den vergangenen beiden Jahren Rückgänge zu verzeichnen waren.
"Die Zahl aller Auszubildenden liegt dadurch wieder bei rund 39.000. Damit hat sich der Bauausbildungsmarkt ein weiteres Mal deutlich besser entwickelt als der Ausbildungsmarkt in der Gesamtwirtschaft", so die Soka Bau.
"Die Zahlen zeigen – es sehen wieder mehr junge Menschen ihre Zukunft am Bau. Die Ausbildung in unserer Branche bietet exzellente Karrierechancen, von der Fachkraft über die Meisterebene bis zur Unternehmensführung", kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) die Zahlen und er-gänzt: "Wer heute eine Ausbildung am Bau beginnt, investiert in eine krisensichere berufliche Zukunft mit Perspektive."
Wenn jetzt der Wohnungsbau auch noch durchstarte, könnten diese Zahlen vermutlich noch weiter gesteigert werden. In der Branche genieße die Berufsausbildung einen hohen Stellenwert, so der Verband. Insgesamt bleiben laut Soka Bau aber immer noch überdurchschnittlich viele Ausbildungsstellen in der Bauwirtschaft unbesetzt.
Während der Ausbildungsmarkt branchenübergreifend nahezu ausgeglichen sei, kämen im Tiefbau auf jeden gemeldeten Bewerber fast drei Ausbildungsstellen, im Hochbau zwei Ausbildungsstellen. Soka Bau und ZDB sehen als einen Grund für die die ansteigenden Zahlen das vor Jahren eingeführte Umlageverfahren, bei dem alle Baubetriebe einen Berufsbildungsbeitrag zahlen und die ausbildenden Betriebe einen Großteil ihrer Ausbildungskosten erstattet bekommen.
Als weiterer Grund ist sicherlich die aktuell schwierige Wirtschaftslage anderer Wirtschaftsbereiche zu nennen, denn laut Soka Bau nahm die Anzahl der Ausbildungsstellen in der Gesamtwirtschaft um rund 5 Prozent ab.