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Ausbildung

Der Ausbildungsmarkt der Bauwirtschaft zeigt mit über 13 Prozent Zuwachs bei Neueinsteigern einen positiven Trend. Dennoch bleibt die Herausforderung der Ausbildungsabbrüche und Fachkräftemangel bestehen.

Lichtblick im Ausbildungsmarkt der Bauwirtschaft: Nach den letzten Zahlen von Soka-Bau für das Jahr 2025 zeigt der Ausbildungsmarkt einen Zuwachs von über 13 Prozent bei Neueinsteigern. Nach drei Jahren rückläufiger Zahlen sei die Gesamtzahl im Bau-Nachwuchs erstmals wieder über 40.000 Azubis gestiegen.

Es werde deutlich, dass "der Bau eine echte Zukunftsindustrie ist, für die sich junge Menschen begeistern", kommentierte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverband der Deutschen Bauindustrie jetzt die Entwicklung. Auch die Anzahl der Ausbildungsunternehmen haben sich nach drei Jahren mit sinkenden Zahlen stabilisiert.

Der Bauausbildungsmarkt habe sich ein weiteres Mal deutlich besser entwickelt als der Ausbildungsmarkt in der Gesamtwirtschaft, hieß es bei Soka-Bau. "Es zeigt sich, dass Ausbildung und Fachkräftesicherung für unsere Unternehmen eine klare Zukunftsinvestition auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind", sagte Müller, die Förderung der Ausbildung in der Bauwirtschaft als Leistung der Tarifpartner aus Beitragsmitteln der Arbeitgeber sei seit 50 Jahren ein Erfolgsmodell.

Dem gegenüber steht die Erkenntnis der Sozialkasse, dass Ausbildungsabbrüche in der Baubranche sind ein ernstes Problem bleiben, da fast jeder vierte bis dritte Lehrvertrag vorzeitig aufgelöst wird. Hohe Arbeitsbelastung, Konflikte im Betrieb, mangelnde Berufsorientierung oder körperliche Überlastung seien die Hauptursachen für Ausbildungsabbrüche.

Laut der letzten Erhebung des Institut der deutschen Wirtschaft (IW) vom November 2025 bleibt auch das Problem des Fachkräftemangels im Bau weiterhin bestehen. Nach aktuellen Zahlen des IW fehlen die meisten Fachkräfte im Gesundheitswesen, die zweitgrößte Lücke bestehe im Baugewerbe mit knapp 41 300 nicht besetzbaren Stellen.

"Zuletzt sind die Fachkräfteengpässe wegen der schwachen Konjunktur zurückgegangen – eine Entwarnung für den Arbeitsmarkt bedeutet das aber nicht", sagt IW-Expertin Valeria Quispe. Besonders in wichtigen Versorgungsbereichen fehle weiterhin Personal, was auch im Alltag spürbar sei: "Engpässe im Gesundheitswesen führen zu langen Wartezeiten bei Terminen, fehlendes Personal im Baugewerbe bremst den Wohnungsbau", so Quispe.

Kai-Werner Fajga

Kai-Werner Fajga

Chefredakteur Allgemeine Bauzeitung

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