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Bilanz

Das BMWSB zieht positive Bilanz der Förderprogramme 2024, insbesondere des Programms Klimafreundlicher Neubau, trotz des anhaltenden Wohnungsmangels in Deutschland.

Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) zog kürzlich Bilanz: "Das Förderjahr 2024 zeigt deutlich, dass unsere Programme gut in der Branche angenommen werden", resümiert Ministerin Geywitz über ihren Verantwortungsbereich mit Blick auf die in den vergangenen zwei bis drei Jahren gestarteten Förderprogramme des Ministeriums.

Besonders beim Bau von Mehrfamilienhäusern werde die Förderung nachgefragt "allen voran das Programm Klimafreundlicher Neubau (KFN) mit seinem Fokus auf langlebiges und nachhaltiges Bauen". Insgesamt liest sich die Kurzbilanz wie eine durchgängige Erfolgsgeschichte – alles wurde gut angenommen lautet der Tenor. Da die Bundestagswahlen Ende Februar stattfinden und es augenblicklich offen ist, welche Parteien die Regierungsverantwortung übernehmen werden, bleibt ebenso offen, welches Ressort und welches Ministerium im Nachgang bei den einzelnen Parteien verbleibt oder neu zugeordnet werden wird. Insofern verwundert es nicht, dass das SPD-geführte Bundesbauministerium (Klara Geywitz) das Wirken ihres Arbeitsbereichs resümierend in einem positiven Licht erscheinen lässt.

Rund 95.000 Wohnungen seien etwa im besonders nachgefragten Bereich KFN seit 2023 gefördert worden. Die Bilanz lässt unerwähnt, dass sich die aktuelle Regierung das Ziel gesetzt hatte, jährlich 400.000 Wohnungen – davon 100.000 Sozialwohnungen – neu zu bauen, und dass in den Jahren zuvor laut Statistisches Bundesamt erheblich mehr Förderzusagen in den Förderklassen Effizienzhaus 40, 40 Plus und 55 durch die KfW erfolgten: 2021 wurden demnach 93099 Anträge bewilligt, 2022 insgesamt 147 602 und 2022 insgesamt 57 551 – im selben Jahr wurde das E55-Programm eingestellt. Mit Aussagen wie "Deutschland steckt im Wohn-Notstand" zeichnet beispielsweise das Bündnis Soziales Wohnen ein gänzlich anderes Bild der Situation.

Bundesweit fehlen nach einer aktuellen Studie insgesamt 550.000 Wohnungen, pro Jahr müssten 210.000 Sozialwohungen gebaut werden, um die "gröbste Not" zu lindern. "Der Wohnungsbau ist seit mehreren Jahren im freien Fall", stellte Michael Gilka, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB) jüngst fest. Das Thema müsse "ganz oben auf der to-do-Liste" der neuen Bundesregierung stehen. Dem kann man nur uneingeschränkt zustimmen.

Kai-Werner Fajga

Kai-Werner Fajga

Chefredakteur Allgemeine Bauzeitung

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Von dpa
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