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Gegensätze

Stimmung im Wohnungsbau ist im Herbst gut, doch aktuelle Daten zeigen weiterhin Rückgang von über 4 %, die Lage bleibt unsicher.

Nach einer aktuellen Umfrage des Münchner ifo Instituts ist die Stimmung unter Wohnungsbau-Unternehmen im Herbst super – der "Geschäftsklimaindex" habe sich auf den höchsten Stand seit August 2022 verbessert.

Dieses Ergebnis darf allerdings nur als Momentaufnahme gewertet werden, denn ebenfalls aktuelle Erhebungen vom Statistischen Bundesamt für August 2025 weisen im Wohnungsbau nach wie vor einen realen Rückgang von mehr als 4 Prozent aus.

"Von einer echten Trendwende kann noch keine Rede sein – aber der Tiefpunkt scheint durchschritten", relativierte Klaus Wohlrabe, stellvertretender Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen, die Erhebung zum Geschäftsklimaindex, dieser liege noch immer auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau seit 2021.

"Während die aktuelle Lage merklich besser beurteilt wurde, fielen die Erwartungen pessimistischer aus. Fehlende Aufträge bleiben ein zentrales Problem für die Branche", führte Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts aus. Das deckt sich mit den Angaben des Bundesamts.

"Die positive Entwicklung beim Auftragseingang im Juli hat sich im August leider nicht fortgesetzt", kommentierte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, die Statistiken für das gesamte Bauhauptgewerbe, dass es nicht zu einem Einbruch beim Auftragseingang gekommen ist, sei einigen Großprojekten zu verdanken.

Es bleibe bei einer sehr volatilen Nachfrageentwicklung in diesem Jahr, fasste Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die Zahlen zusammen und führte aus: "Wir sehen hier seit Monaten deutlich zu wenig Aufträge am Markt. Der im Sommer von der Autobahn GmbH verfügte Vergabestopp wirkt faktisch bis heute nach."

Kai-Werner Fajga

Kai-Werner Fajga

Chefredakteur Allgemeine Bauzeitung

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Von dpa
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