Verglichen mit der Situation von vor einem Jahr muss man für die Bauwirtschaft zunächst festhalten, dass der Start in das Baujahr 2026 mit deutlich verbesserten Vorzeichen erfolgt. Zu Anfang 2025 steckte die Branche überwiegend in einer Krise und die Bundestagswahl stand noch bevor.
Nach der Neubildung der Regierung nebst Bauministerium muss bis heute auch festgehalten werden, dass die politischen Entscheider der Bauwirtschaft nun einen angemessenen, – ihr gebührenden Stellenwert einräumen – und dass sie in einem für die Bundesrepublik historischen Kraftakt nun auch die finanziell notwendigen Mittel auf den Weg gebracht haben, um jahrelanges Unterlassen umzukehren.
Solche Dinge wären vor fünf Jahren noch als wilde Zukunftsfantasien abgetan worden. Mehr noch haben Bundesregierung und Bau-ministerium erkannt, dass mangelhafte Digitalisierung und ausufernde Bürokratie den Wirtschaftsstandort Deutschland insgesamt schwächen und haben Gegenmaßnahmen ergriffen. Endlich kommt auch Bewegung in Landesbauordnungsauswüchse.
Allerdings ist der Katalog der Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland in den letzten Jahren ebenfalls stetig angewachsen – genannt seien etwa die Stichworte Energiepreise oder globale politische Neukonstellationen, was in verschiedenen Wirtschaftsbereichen bereits zu Abwanderung oder Neuausrichtung führt, und davon ist auch die Bauwirtschaft betroffen.
Die Weichen für das Baujahr 2026 wurden in vielen Bereichen neu gestellt, Entscheider der Bauwirtschaft haben das im Blick, haben sich bereits darauf eingestellt. Sie wollen endlich anpacken oder loslegen. Die Zeichen stehen letztlich sehr gut dafür, dass aus dem Baujahr 2026 ein echtes "Bau"-Jahr wird.