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Westbalkan-Regelung

Baubranche warnt vor Stillständen wegen Verschärfung

Düsseldorf (ABZ). - Die verschärften Einreiseregeln für Arbeitskräfte vom Westbalkan sorgen für Unmut in der Baubranche. Bis Jahresende läuft die sogenannte Westbalkan-Regelung aus, ein Referentenentwurf sieht zwar eine Verlängerung um drei Jahre vor, allerdings auch eine Obergrenze.

„Allein in der Bauwirtschaft werden in den kommenden Jahren 150.000 der insgesamt 850.000 Beschäftigte altersbedingt ausscheiden. Das aufzufangen wird ein immenser Kraftakt“, warnte der Hauptgeschäftsführer der Bauverbände NRW, Hermann Schulte-Hiltrop, im Gespräch mit der Düsseldorfer „Rheinischen Post“. „Würden dann zusätzlich auf einen Schlag 52.000 Arbeitskräfte wegfallen, die dank der Westbalkan-Regelung bei uns sind, würde sich die Lage gefährlich zuspitzen. Dann reden wir ab 2021 über Ausfälle bis hin zum Stillstand auf einigen Baustellen im Bereich des Wohnungsbaus.“

Es sei zwar begrüßenswert, dass die Bundesregierung nun einen Referentenentwurf vorgelegt habe, aber es sei völlig unverständlich, warum nur 25.000 Menschen nach Deutschland kommen sollen und in Teilen der Union gar nur von 15.000 die Rede sei, sagte Schulte-Hiltrop. „Es geht um Tätigkeiten, für die Sie bei uns niemanden finden - etwa Eisenflechter. Auch die Argumentation, man befürchte eine Einwanderung in die Sozialsysteme, ist hanebüchen und wurde vom IAB ja widerlegt. Die Begrenzung auf 25.000 Kräfte wird die angespannte Beschäftigtensituation bei uns unnötig verschärfen.“

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