Kommentar

Der Gipfel

von: Kai-Werner Fajga
Was lange währt, wird endlich gut, sagt eine Volksweisheit – dem entsprechend gespannt schauten Unternehmen, Verbände und Experten auf das Krisentreffen zwischen Baubranche und Bundesregierung, das in diesen Tagen im Kanzleramt stattfand.

Die Erwartungen der gesamten Branche hätten höher kaum sein können, Alarmierungen und Negativ-Meldungen aus dem Wohnungsbau prägten die Berichterstattung der letzten Monate. Die Botschaft ist offensichtlich in Berlin angekommen, Kanzler Scholz resümierte, dass in Deutschland mehr gebaut werden müsse, das beschlossene Paket werde "viel verändern und viel möglich machen".

Mit dem Ergebnis der Runde zeigen sich die wichtigsten Verbänden zufrieden – immerhin wurde der EH40-Standard gekippt, neue Förderprogramme und ein Abbau von Bürokratie angekündigt. Gleichwohl hoben alle den Zeigefinger und mahnten, dass die Ankündigungen und Beschlüsse ein erster Schritt seien – aber nicht die Lösung der Probleme im Wohnungsbau. Es müssten zahlreichen Maßnahmen ergriffen werden, was Zeit benötige, die man nicht habe, kommentierte etwa Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB).

Wie sehr Maßnahmen greifen können, zeigte sich sogleich am frisch gestarteten Förderprogramm für das Laden von Elektroautos mit Solarstrom für Hausbesitzer in Höhe von 300 Millionen Euro, für den die staatliche Förderbank KfW zwei Tage nach dem Start gleich wieder die weiße Fahne schwenken musste: Rund 33.000 Anträge seien bewilligt worden – der Topf ist leer. Im kommenden Jahr solle ein neues Volumen aufgelegt werden.

Eher kein Interesse zeigten Familien dagegen bisher an der Förderung "Wohneigentum für Familien", Mitte August waren knapp 100 Anträge seit Juni eingegangen. Hier wurden die Jahreseinkommensgrenzen nun deutlich aufgestockt. Nun ja, was lange währt …

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