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Fachkräfte-Nachwuchstag bei Schüco

Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen bei der Bundesagentur für Arbeit (2. V. l.), und Andreas Engelhardt, persönlich haftender Gesellschafter von Schüco (4. v. l.), im Gespräch mit den angehenden Fachkräften für Metalltechnik: Osman Al Zarkan, Isa Yosef und Moataz Almardini (v. l.).

Bielefeld (ABZ). - Zusammen mit dem Jobcenter Bielefeld und Start NRW hat Schüco ein Ausbildungsprojekt ins Leben gerufen: 15 Geflüchtete absolvieren eine Umschulung zur Fachkraft für Metalltechnik; ihre Praktika machen sie bei einem Schüco Fachbetrieb. Ziel ist es, den Schutzsuchenden eine Brücke ins Berufsleben zu bauen. Für Schüco Fachbetriebe aus der Region bietet das Projekt die Chance auf potenzielle Fachkräfte. Beim Fachkräfte-Nachwuchstag in der Unternehmenszentrale bei Schüco konnten sich die Nachwuchskräfte heute schon einmal bei ihren potenziellen Praktikumsbetrieben vorstellen. Zu Gast war außerdem Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen bei der Bundesagentur für Arbeit. Das deutsche Baugewerbe leidet unter dem Mangel an verfügbaren Fachkräften. „Für Schüco ist deshalb die Aus- und Weiterbildung von jungen Menschen in einer zukunftsorientierten und interessanten Berufswelt eine der Kernaufgaben dieser Branche. Wir sichern damit auch unsere eigene Zukunft ab“, erläuterte Andreas Engelhardt, persönlich haftender Gesellschafter von Schüco, zu Beginn der Veranstaltung. Dazu gehören die Umschüler mit ihrem Ausbilder und Schüco Partnerbetriebe aus der Region, die ebenfalls ihre Zukunft sichern und an Nachwuchskräften interessiert sind.

Für den Vorstand der Bundesagentur für Arbeit, Daniel Terzenbach, ist das Projekt ein gutes Beispiel, wie die Integration von jungen Geflüchteten in den Arbeitsmarkt gelingen kann: „Ich befasse mich schon seit Jahren bei der Bundesagentur mit dem Thema Fluchtmigration. Wir wissen, dass die gute und enge Zusammenarbeit aller Akteure entscheidend für eine erfolgreiche Integration ist. Ganz wichtig ist außerdem, dass die Geflüchteten möglichst schnell in betrieblichen Strukturen arbeiten können. Beides ist bei diesem Projekt gegeben und beide Seiten profitieren: Die Schutzsuchenden bekommen eine berufliche Perspektive, der Arbeitgeber gewinnt neue Fachkräfte für das Handwerk.“

Beim Fachkräfte-Nachwuchstag konnten die Umschüler, die seit Oktober ihre Qualifizierung absolvieren, erstmals ihre potenziellen Arbeitgeber kennenlernen und sich für einen Praktikumsplatz bewerben. Insgesamt zwei Praktika sind im Rahmen der 16-monatigen Weiterbildung beim Bildungsträger BAJ e. V. vorgesehen. Am Ende der Veranstaltung resümierte Norbert Maul, Geschäftsführer START NRW: „Das Zusammenwirken von START NRW, Schüco und Jobcenter ist eine beispielgebende Antwort auf den Fachkräftebedarf im Handwerk.“

Das Jobcenter Bielefeld wählte zusammen mit START NRW geeignete Personen für die Umschulung aus. Interessierte sollten eine technische Ausbildung absolviert haben oder sogar über eine Vorausbildung in Metalltechnik verfügen. Deutschkenntnisse (Sprachniveau B1) und erste theoretische Inhalte wurden als vorgeschaltete Umschulung in Form eines ca. sechs Monate dauernden Integrationskurses vermittelt. Nach erfolgreichem Abschluss startete im Oktober 2019 beim Bildungsträger BAJ e. V. die 16 Monate dauernde theoretische und praktische Ausbildung, die auch zwei Praktika in Metallbaufirmen vorsieht und mit der IHK-Prüfung beendet wird. Rainer Radloff, Geschäftsführer vom Jobcenter Arbeitplus Bielefeld, fasst zusammen: „Das Angebot bietet Arbeit und Berufsabschluss in einem Guss – dies ist eine tolle Chance für Geflüchtete.“


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