Frischer Anblick

90er-Jahre-Bau in neuer Verpackung

Fassade
Die neue Fassade des S+T Bürogebäudes vereint Funktionalität und eine Wärmedämmung gemäß aktueller energetischer Vorgaben mit Stilsicherheit. Zu verdanken ist dies der passivhauszertifizierten Aluminium-Unterkonstruktion ATK 601. Foto: S+T Fassaden

Tessin (ABZ). – In Tessin bei Rostock sanierte die S+T Fassaden GmbH die Gebäudehülle ihres Büros. Bei der Planung und Ausführung vertraute der Metallbauspezialist auf das eigene Know-how aus 25 Jahren und langjährige Fachpartner. Dazu zählen der Befestigungsexperte fischer und gleichsam BWM Fassadensysteme, die seit 14. März 2018 Teil der Unternehmensgruppe fischer ist. Die vorgehängte, hinterlüftete Fassade des Bürogebäudes wurde mit der Abstandskonstruktion ATK 601 befestigt – einer Systemlösung aus BWM Unterkonstruktion und fischer Langschaftdübeln SXRL. Mit dem Zusammenschluss seiner beiden Fachpartner fischer und BWM erhielt die S+T zur Sanierung ihrer Fassade innovative Befestigungslösungen und Unterkonstruktionssysteme für die moderne Gebäudehülle aus einer Hand – in diesem Fall als Abstandskonstruktion ATK 601, einer Gemeinschaftsentwicklung beider Fassadentechnik-Spezialisten. Die Berechnung ließ sich mit der ATK 601 gemäß gültiger Normen und Richtlinien umsetzen.

Die S+T Fassaden GmbH ist ein wichtiger Arbeitgeber und Wirtschaftsfaktor in Tessin und Umgebung. Mit der Auffrischung seines Bürogebäudes hat der Fassadenfachverleger jetzt weiter an seinem Standort investiert. 2018 starteten die Arbeiten und wurden – auch dank der geübten Metall- und Fassadenbauer aus dem eigenen Unternehmen – noch im selben Jahr erfolgreich abgeschlossen.

Auf 300 m² wurde hierzu die Abstandskonstruktion ATK 601 von fischer und BWM verbaut. Etwa 1000 Befestigungssätze und ca. 450 m Profilschiene kamen zum Einsatz. "Bei anderen Projekten von Auftraggebern konnten wir uns bereits von den Vorteilen der Abstandskonstruktion überzeugen, die insbesondere bei der Sanierung eines bestehenden Wärmedämmverbundsystems zur Geltung kommen", betont Stefan Karnatz, Geschäftsführer der S+T Fassaden GmbH. "Diese Vorzüge wollten wir nun für das eigene Bauvorhaben nutzen." "ATK 601 ist ein Abstandsystem, das hohe energetische Anforderungen an die Wärmedämmung mit großen zu überbrückenden Wandabständen vereint", erklärt Uwe Nachstedt, Geschäftsführer von BWM Fassadensysteme. "Die Tragkonstruktion war somit die passende Lösung für das S+T-Gebäude." Die Trespa HPL-Fassadenplatten (Werkstoffverbund aus Papier und Harz) in den Maßen 2640mm x 650 mm ließen sich mittels Klebesystem verdeckt befestigen.

Die Eigengewichtslasten der neuen Fassade als auch die Windsog- und Winddruckkräfte werden über die fischer Langschaftdübel SXRL-T mit 14mm Ø und T50-Antrieb in den Verankerungsgrund geleitet. "Diese Befestigungslösung ist auch für Anwendungen zugelassen, die auf Druck beansprucht werden und eignet sich somit für Fassadenkonstruktionen, die ohne Wandhalter auf Abstand montiert werden", erklärt Günter Seibold, Leiter Anwendungstechnik der fischer Deutschland Vertriebs GmbH. "Weitere Sicherheit gibt die ETA für Mehrfachbefestigungen von nicht tragenden Systemen in nahezu allen Verankerungsgründen."

Der fischer Langschaftdübel SXRL-T überbrückt mit seinem langen Schaft den vorhandenen Dämmstoff und verankert kraftvoll in jeglichen Baustoffen, wie bspw. Kalksandstein beim S+T-Gebäude. Beim Durchdringen des vorhandenen Wärmedämmverbundsystems (WDVS) erzeugt der SXRL-T im Vergleich zu herkömmlichen Wandhalterlösungen eine wesentlich geringere Wärmebrücke. Sowohl die Putzschicht als auch die 80 mm dicke EPS-Dämmung des S+T-Gebäudes konnten durch die passivhauszertifizierte Aluminium-Unterkonstruktion saniert werden. So ließ sich ein aufwändiges örtliches Entfernen der Materialien und dadurch entstehender Sonderabfall vermeiden.

"Auch die Verarbeitung gelingt deutlich schneller und einfacher als bei herkömmlichen Wandhalterlösungen", bilanziert Stefan Karnatz. Nach gängiger Vorgehensweise haben die S+T Fassadenbauer per Durchsteckmontage mit den Verankerungselementen das Grundteil fixiert und daran die T-Konsole vernietet.

An diesen fertigen Systemverbinder wurden dann die Tragprofile mit Bohrschrauben angebracht, wobei die Haltefedern die Verarbeitung erleichterten (BWM T-Profile 100/50/2 glatt). "Fest- und Gleitpunkte für den sicheren Lastabtrag sind ohne Querstreben realisierbar. Dies beschleunigt zusätzlich die Montage", erklärt Karnatz. Die Fassadenbauer ergänzten eine mineralische, 80mm dicke Steinwolle Dämmung und die HPL-Platten als "Finish" und Hingucker der vorgehängten, hinterlüfteten Fassade mittels zugelassenem Klebesystem auf die montierte Unterkonstruktion. So vereint die neue vorgehängte, hinterlüftete Fassade des Bürogebäudes die Wärmedämmung gemäß aktueller energetischer Vorgaben mit Funktionalität und einer repräsentativen Optik, die auf das Gewerbegebiet und weit darüber hinaus abstrahlt.

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