Neue Trägerverbauplattenwand in Neuss

Kürzere Einbauzeit bedeutet weniger Stillstand

Neuss (ABZ). – An der Erprather Straße in Neuss ergänzen zwei Behandlungsanlagen und ein Trennbauwerk mit Bypass die bestehenden Regenwasserleitungen für die Ableitung des Niederschlagswassers in die Erft.
SBH Schalungssysteme Traktoren
In der Stadt Neuss standen an der Erprather Straße zwei Niederschlagswasserbehandlungsanlagen zum Neubau an. Die bestehenden Regenwasserleitungen für die Ableitung des Niederschlagswassers in die Erft mussten durch den Einbau der Behandlungsanlagen, einmal südlich und einmal nördlich der Erft, sowie durch ein Trennbauwerk mit Bypass ergänzt werden. Statt der ausgeschriebenen klassischen Trägerbohlwand setzte die ausführende Martin Wurzel Baugesellschaft aus Jülich in Abstimmung mit dem Bauherren, InfraStruktur Neuss, die SBH-Trägerverbauplattenwand ein. Bei diesem Verbausystem werden anstelle der waagerecht eingesetzten Holzbohlen Verbauplatten entsprechend dem Aushub lammellenförmig in die neu entwickelten SBH Träger eingefädelt. Überzeugend ist bei dieser Methode, dass das Einbauverhalten zur Verbesserung der Einbauqualität führt, die Wirtschaftlichkeit auf Grund der wesentlich höheren Ein- und Rückbauleistung sowie der vergleichbar geringen Anzahl an Bohrungen gesteigert wird und die Ressource Holz geschont wird, da die Verbauplatten aus Stahl wiederverwendet werden können. Foto: SBH

Die beiden Baumaßnahmen befanden sich mit der Behandlungsanlage Weckhoven einmal südlich und mit der Behandlungsanlage Reuschenberg einmal nördlich der Erft. Während der Baumaßnahme wurde die Erprather Straße einspurig gehalten. Zudem mussten Zufahrten zu Anwohnergrundstücken freigehalten werden.

Diese Umstände stellten hohe Anforderungen an den Verbau, der ursprünglich als Trägerbohlwand ausgeschrieben war. Als Mindestbietende hatte die Martin Wurzel Baugesellschaft mbH aus Jülich den Auftrag erhalten.

Bereits in der Phase vor der Submission nahm der technische Geschäftsführer des Unternehmens, Raoul Duwenkamp, auf Vermittlung der BSO Bauservice Ossig GmbH aus Geilenkirchen Kontakt zur SBH Tiefbautechnik GmbH aus Heinsberg auf.

Auf Grund der vorliegenden Unterlagen des Bauherrn, der InfraStruktur GmbH Neuss, konnte SBH Tiefbautechnik als Alternative zur Trägerbohlwand die neu entwickelte und patentierte SBH-Trägerverbauplattenwand anbieten.

Das Besondere bei diesem System sind die Träger. Bei der klassischen Trägerbohlwand werden HEB 300 Standardträger genutzt, die die Holzbohlen waagerecht aufnehmen.

Um die HEB 300 Träger einzustellen, wird ein Schutzrohr eingebracht. In dieses wird der Träger eingestellt und anschließend wird das Rohr mit Sand ausgefüllt. Dann wird das Rohr wieder herausgezogen und der Träger steht. Auftretende Toleranzen müssen möglichst klein gehalten werden, um die zeitlich aufwändige Anpassung der Holzbohlen möglichst gering zu halten.

Bei der SBH-Trägerverbauplattenwand wird zunächst der SBH-Träger entweder mit einem Schutzrohr eingestellt, oder er wird gerammt. Das Besondere sind die in den Träger alle 30 cm einzubringenden Wellen, die die Auflage der Verbauplatten bilden und die Toleranz im Vergleich zu der normalen Flansch eines HEB Trägers um das 2,5-fache erhöhen.

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Raoul Duwenkamp (technischer Geschäftsführer der Martin Wurzel Baugesellschaft, l.) und Wolfgang Deußen (Geschäftsführer der SBH Tiefbautechnik) freuen sich über den erfolgreichen Einsatz der SBH-Trägerverbauplattenwand bei den beiden Baumaßnahmen in Neuss. Foto: SBH

Die bei den Neusser Maßnahmen vom Baugrundgutachten vorgegebenen Randbedingungen sowie die erstellte Statik für die Trägerbohlwand führten zum Einsatz von 2 m langen Gleitschienenplatten als Ausfachung zwischen den Trägern. Da die Verbauplatten schräg gefändert, das heißt versetzt und leicht überlappend in die Felder maschinell eingebaut werden, ist der Ein- und Rückbau im Absenkverfahren mit leichten Baggern möglich. Das bedeutete eine wesentlich kürzere Einbauzeit und damit deutlich weniger Stillstand der Baustelle.

Sowohl der Bauherr als auch Raoul Duwenkamp zeigten sich überzeugt von dem System. "Bei diesem Bauvorhaben wurde die SBH-Trägerverbauplattenwand auf Grund der kurzen Vorhaltezeiten interessant.

Sie ist im Vergleich zu der ausgeschriebenen Trägerbohlwand viel schneller im Handling beim Ein- und Ausbau der Verbauplatten.

Der Ein- und Ausbau der Verbauhölzer ist deutlich aufwändiger", so Duwenkamp. "Der erhoffte Vorteil hat sich in der Ausführung bestätigt. Unser Baustellenpersonal war vom Handling begeistert." Hinzu kommt der unschätzbare Wert der Wiederverwendung der Gleitschienenverbauplatten und Träger im Vergleich zu den Holzbohlen, die immer nur für eine Baumaßnahme eingesetzt werden können und danach entsorgt werden müssen.

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