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Cemex BetonForum 2018

Baustofflösungen für heute und morgen erörtert

Veranstaltungen

Rüdiger Kuhn, Vorstandsvorsitzender der Cemex Deutschland AG, begrüßte die Gäste beim BetonForum 2018 am Schwielowsee bei Potsdam.

Schwielowsee (ABZ). – "Der Cemex Förderpreis Beton und die BetonForen von Cemex Deutschland sind ein wesentlicher Beitrag zur Förderung des technischen Fortschritts in der Betonbauweise und stehen auch für das nationale Engagement des Unternehmens", sagte Rüdiger Kuhn, Vorstandsvorsitzender der Cemex Deutschland AG, in seiner Begrüßungsansprache beim Cemex BetonForum 2018. Die Veranstaltung fand in diesem Jahr am Schwielowsee in der Nähe von Potsdam statt. Kuhn betonte, dass die bedarfsgerechte Entwicklung neuer Produkte und Lösungen, die Beratung bei Baustoff-technologischen Fragen und das Fachwissen der Mitarbeiter wichtige Teile des Leistungsangebots sind. Intensiv arbeiteten Vertreter des Unternehmens in den nationalen Fachverbänden oder Normengremien auch an einer praxisgerechten Weiterentwicklung von Normen und Vorschriften mit. In den nächsten Monaten werde Cemex weltweit die neue digitale Kundenplattform "Cemex Go" einführen, mit der alle relevanten Kundenprozesse digital verarbeitet werden können.

Steffen Müller, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Technischen Universität Dresden, befasste sich in einem Vortrag mit der Kurzfaserbewehrung, mit faserbewehrten Kunststoffstäben und textilen Bewehrungsmatten aus Carbon anstelle von Stahl. Die – im Vgl. zu Stahl extrem leichte – Carbonbewehrung biete neue konstruktive Möglichkeiten. Da keine Korrosionsgefahr bestehe, könne die Betondeckung stark verringert werden und es entstünden schlanke Bauteile, die der Architektur eine neue Formensprache ermöglichen. Die Normung für Carbonbeton, so die Zielstellung, soll bis 2021 für eine Praxisanwendung vorangetrieben werden. Joachim Brenncke, Vizepräsident der Bundesarchitektenkammer, beschrieb Herausforderungen in Stadtplanung und Städtebau: Kostengünstiger Wohnraum fehle in Ballungsgebieten – vor allem in Städten mit hoher Zuwanderung und in Universitätsstädten. In diesem Segment werde zu wenig Wohnraum geschaffen, es müssten über 1 Mio. Wohnungen gebaut werden, um den aktuellen Bedarf zu decken. Aus Sicht der Architekten und Stadtplaner seien insbesondere folgende Punkte zu beachten: Vernetztes und ganzheitliches Planen, Beteiligungskultur und die Identifikation mit dem Umfeld, eine Städte- und Wohnungsbaupolitik, die dies unterstützt, müsse entwickelt/fortgeführt werden und die Vergabe von Fördermitteln müsse an Planungsqualität gebunden werden sowie Wettbewerbsverfahren ausgebaut werden.

Veranstaltungen

Rd. 200 Teilnehmer waren gekommen, um sich über "Baustofflösungen heute und morgen" zu informieren.

Dr. Christoph Alfes, Leiter Betontechnik und Carbonbeton beim Deutschen Ausschuss für Stahlbeton e. V. (DAfStb), referierte über die kürzlich überarbeitete WU-Richtlinie. Im Zuge der Überarbeitung seien Begriffe angepasst worden – statt von "weißer" Wanne werde jetzt von WU-Wanne und WU-Dächern gesprochen. Wesentliche Änderungen in der WU-Richtlinie 2017 seien die stärkere Betonung der Planung als verantwortlicher Instanz, die neu aufgenommenen Regelungen für WU-Dächer sowie strengere Anforderungen bei WU-Elementwänden. Im Mittelpunkt der Ausführungen von Thomas Richter, Leiter Technik der InformationsZentrum Beton GmbH, standen wasserrechtliche Anforderungen an JGS-Anlagen. Rd. 204 Mio. m³ Gülle- und Gärreste fielen jährlich in 300 000 landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland an. Gleichzeitig unterscheide sich das landwirtschaftliche Bauen von anderen Baubereichen, denn die Politik übe starken Einfluss auf Tierhaltungsverfahren und damit auch Bauweisen aus. Die mechanischen, chemischen und Witterungs-Beanspruchungen von Bauwerksteilen im Bereich von Futter(säuren), Silagesickersäfte, Gülle, Festmist und Biogas seien extrem hoch. Nicht nur in Zeiten der Hochkonjunktur steige die Nachfrage nach Baustoffen mit schneller Gebrauchstauglichkeit. Dabei gehe es auch um die dem jeweiligen technologischen Bauablauf und der vorgesehenen Nutzung angepassten Festigkeitsanforderungen. Am Beispiel der Anforderungen aus dem Verkehrswegebau sowie des Hochbaus zeigte Benjamin Sell, Application Engineer Cement & Concrete der Cemex Zement GmbH, Lösungsmöglichkeiten mit Promptis auf. Diese Baustofflösungen können auf das jeweilige Anforderungsprofil (Steigerung der Produktivität von Betonfertigteilwerken, frühe Verkehrsfreigabe oder kurze Schalfirsten) abgestimmt werden.

Am Beispiel von Brückenkappen, die Belastungen wie Frost-Tausalz-Angriffen auf den Beton, Chloridangriffen auf die Bewehrung und Alkalieintrag von außen ausgesetzt sind, zeigte Dr.-Ing. Katrin Bollmann, Leiterin des Baustofflabors der Cemex Deutschland AG, eine weitere Komplexität auf. Klima-Veränderungen sowie der Schutz und die Nutzung natürlicher Ressourcen standen im Fokus des Beitrags von Christian Kalytta, Produktmanager Transportbeton, zum Thema Dränbeton. Die Versiegelung von Flächen infolge von Baumaßnahmen sei auch vor diesem Hintergrund ein zentrales Problemfeld. "Beim Bau von Straßen oder der Befestigung von Flächen kann die von Cemex angebotene Dränbeton-Produktfamilie Pervia als Trag- oder Deckschicht eine umweltgerechte Lösung bieten", betonte er. So könne beim Auftreten von Starkregen das Regenwasser ungehindert in den Boden versickern.

Als Tragschicht sichern Dränbetone die bauseitige Ableitung von Grund- oder Oberflächenwasser. Beim Bau der BAB 100 in Berlin kommen bspw. ca. 30 000 m³ Dränbeton als Tragschicht zum Einsatz. Als aktuelles Beispiel der internationalen Produktentwicklung von Cemex wurde "neogem" vorgestellt, ein Premiumprodukt aus dem Geschäftsbereich Mineralische Rohstoffe. "neogem-Produkte schaffen besonders günstige Bedingungen im Sportbereich", erläuterte Maximilian Stalinski, Regionalleiter Mineralische Rohstoffe Nord. "Sie ermöglichen neue Gestaltungsideen im Garten- und Landschaftsbau und werden in verschiedenen industriellen Bereichen eingesetzt." Eine Ausstellung gab Teilnehmern des BetonForums die Gelegenheit, sich über das Cemex-Produktangebot zu informieren und in Gedankenaustausch mit den anwesenden Experten zu treten. Das BetonForum 2019 wird in Hamburg (21.02.2019), Potsdam (21.03.2019) und München (11.04.2019) stattfinden.

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