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Deutag

Dichtschicht regelmäßig kontrollieren

Duisburg (ABZ). – Werden Anlagen für die Lagerung von Jauche, Gülle und Silage (JGS-Flächen) und Biogasanlagen errichtet oder saniert, dürfen dabei nur noch Bauprodukte verwendet werden, für die eine wasserrechtliche Eignung nachgewiesen wurde beziehungswiese eine bauaufsichtliche Zulassung vorliegt. Das regelt die Verordnung über Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV), die seit August 2017 gilt. Außerdem dürfen nur zertifizierte Fachbetriebe gemäß §62 der AwSV solche Anlagen neu bauen oder sanieren. Darauf weist die DWest hin, Zweigniederlassung des Asphalt- und Natursteinproduzenten Basalt-Actien-Gesellschaft. Die Walzasphalt-Dichtschicht DEUSEAL der Deutag habe eine solche Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ, Nr. Z-75.22-16).

Anlagenbetreiber müssten die Nutzung, den Unterhalt und die Wartung einer solchen eingebauten Dichtschicht berücksichtigen. Sie müssen die Gefährdungsstufe c gemäß § 39 der AwSV ermitteln und dabei Nennvolumen und Wassergefährdungsklasse (WGK) berücksichtigen. Die Deutag West weist darauf hin, dass ein Sachverständiger die Biogasanlage oder JGS-Fläche regelmäßig kontrollieren muss. Die AwSV gibt die Zeitpunkte und Abstände dafür in Anlage 5 vor.

Der Betreiber müsse zudem die Dichtschicht mindestens einmal jährlich genau ansehen und kontrollieren und dabei auch überprüfen, ob die Oberfläche der Dichtschicht sich verändert hat. Die Ergebnisse muss er dann genau protokollieren. Stellt der Sachverständige geringfügige Mängel fest, hat der Betreiber sechs Monate Zeit, diese von einem Fachbetrieb gemäß § 62 der AwSV beseitigen zu lassen. Erhebliche und gefährliche Mängel muss er dagegen unverzüglich abstellen. Bei einem gefährlichen Mangel darf er die Anlage außerdem nicht weiter betreiben.

Wenn Nutzfahrzeuge oder schwere grobstollige Ladegeräte die DEUSEAL-Dichtschicht befahren, können ihre Reifen Abdrücke in der Dichtschicht hinterlassen,teilt der Hersteller mit. Diese Abdrücke seien jedoch kein technischer Mangel. Die Struktur der Asphaltoberfläche sei dann nur optisch beeinträchtigt, auf die Nutzungseigenschaften der Dichtschicht habe dies keinen Einfluss. Die Fahrzeuge sollten jedoch nicht auf der Dichtfläche abgestellt oder geparkt werden. Werden Abdichtungssysteme in Anlagen zum Lagern, Umfüllen und Umschlagen (LAU Anlagen) instandgesetzt, darf der Betreiber der Anlage damit nur einen nach § 62 der AwSV zugelassenen Fachbetrieb beauftragen, so die Deutag West weiter.

Aus den abgedeckten Einlagerungsbereichen könne Silage mit Gärsäften auf die freien Asphaltflächen herausgetragen werden, zum Beispiel mit Radladern. Diese Bereiche würden durch Sonneneinstrahlung und Zutritt von Sauerstoff auf die Gärstoffe besonderen chemischen und physikalischen Beanspruchungen ausgesetzt. Unter Umständen könne dies Schäden verursachen. Unter der abgedeckten Silage bleibe der Asphalt dagegen trotz Wärme und Gärsaft unbeeinflusst. Die Deutag West empfiehlt daher dringend, die Fläche vor dem Einlagerungsbereich nach Arbeiten innerhalb des Silos regelmäßig gründlich zu reinigen. Die Deutag West weist weiter darauf hin, dass Prozessbeschleuniger, Siliermittel und Stabilisatoren nur verwendet werden dürfen, wenn die Beständigkeit der DEUSEAL-Dichtschicht gegenüber diesen Medien getestet worden sei. Denn durch die Zugabe solcher Mittel verändere sich der Säuregehalt des eingelagerten Stoffes. Dadurch könne sich die Deckschicht auflösen oder es könnten sich Blasen auf der Dichtschicht bilden.

Die Deutag West Zweigniederlassung der Basalt-Actien-Gesellschaft stellt auf der InfraTech am Stand 3C31 aus.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 01/02/2020.

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