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TT Circuit erhält "Haarbocht-Tribüne"

Haitsma Beton, Betonfertigteile

Mehr als 10000 Fans finden auf ihr Platz – die neue Haarbocht-Tribüne im niederländischen Assen ist 350 m lang und 20 m hoch. Bei der Installation war ein strenger Zeitplan einzuhalten, denn das Bauwerk musste vor dem Start der 87. TT Assen fertig gestellt sein. Haitsma Beton, das bereits zuvor Tribünenelemente für die bestehenden Betontribünen an der berühmten Rennstrecke geliefert hatte, war auch dieses Mal maßgeblich an den Arbeiten beteiligt.

Assen/Niederlande (ABZ). –  Vor dem Start der 87. TT Assen vom 23. bis 25. Juni 2017 musste sie fertig sein: die neue "Haarbocht-Tribüne". Diese 350 m lange und 20 m hohe Tribüne bietet Platz für 10000 Fans. Haitsma Beton hat schon früher Tribünenelemente für die bestehenden Betontribünen an der berühmten Rennstrecke geliefert. Auch dieses Mal wurde Haitsma Beton schon frühzeitig um Mitwirkung an einer neuen Tribüne gebeten.

Die erste Dutch TT wurde bereits 1925 abgehalten. Seit 1949 ist der TT Circuit Assen durchgängig Austragungsort internationaler Rennen gewesen. Das wird sich auch vorläufig nicht ändern: 2016 hat die Stiftung mit Dorna, dem spanischen Veranstalter des MotoGP, einen neuen Vertrag über zehn Jahre geschlossen. Normalerweise schließt Dorna nur Verträge mit fünf Jahren Laufzeit, aber angesichts der doch erheblichen Investition in Höhe von 16 Mio. Euro, die der TT Circuit tätigen wird, hat Dorna eine Ausnahme gemacht. "Wir wollen, dass die Zuschauer mehr für ihr Geld bekommen", so Peter Schorer, verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei "The Cathedral of Speed", wie der TT Circuit Assen von Motorradfreunden genannt wird. "Zuschauer erwarten heute mehr Komfort, gute Sicht, gute sanitäre und gastronomische Einrichtungen, kontaktlose Zahlung und so weiter. Die alte 'Haarbocht-Tribüne' mit Holzbänken und Kunststoffsitzen auf einer Grasböschung war darum nicht mehr zeitgemäß. Sie wurde durch eine neue, viel komfortablere Tribüne mit wiederum 10 000 Sitzplätzen ersetzt."

Die Tribüne befindet sich hinter dem Start und vor der spektakulären, für den weiteren Verlauf des Rennens oft entscheidenden Kurve. Der Entwurf stammt von dem Büro LG Architecten. Er verlängert die bestehende Haupttribüne, was für mehr Komfort und vor allem bessere Sicht sorgt. Die alte Böschung wurde abgetragen und hat einer Stahlkonstruktion mit Tribünenelementen aus Beton und einer VIP-Plattform für 400 Personen Platz gemacht. Diese bietet ungehinderte Aussicht über die gesamte Strecke. Für die VIP-Gäste ein unvergessliches Erlebnis.

LG Architecten und Haitsma Beton wurden auf Basis des ersten Entwurfs von LG Architecten gemeinsam eingeladen, sich darüber Gedanken zu machen, wie die alte "Haarbocht-Tribüne" konkret ersetzt werden konnte. Schorer: "Wir finden es wichtig, auf das Know-how von Baupartnern zurückzugreifen. Es wäre arrogant, ihre Arbeit übernehmen zu wollen. Es ist auch zu beobachten, dass die Begeisterung über die Fertigstellung dieses Projekts für die TT Assen auf allen Seiten groß ist."

Haitsma Beton, Betonfertigteile

Die neue Haarbocht-Tribüne nach der Fertigstellung.

"Dadurch, dass wir auch die Tribünenelemente für die übrigen Betontribünen geliefert haben, ist ein Vertrauensverhältnis entstanden. So können wir unser Wissen schon frühzeitig einbringen", so Klaas Ellens, Account Manager für Stadien und Tribünen bei Haitsma Beton. "Erst wurde an Betonelemente auf der bestehenden Böschung gedacht, aber schließlich haben wir uns für das Abtragen der Böschung entschieden. Dadurch hat man unter der Tribüne Platz für Toiletten und Gastronomie."

Letzten Endes hat Haitsma Beton 6,7 km Tribünenelemente geliefert. Ein Teil dieser Elemente hat eine leichte Biegung, sodass die Tribüne schön mit der Rennstreckenkurve mitläuft. Insgesamt geht es um 210 gebogene und 946 gerade Ein-Stufen-Elemente über 60 Abschnitte von 5,6 m. Außerdem wurden 456 Blockstufen und 150 m Abdeckelemente geliefert. Die Anzahl der Reihen variiert zwischen achtzehn und zwanzig. Das Ergebnis: ein ansprechendes Tribünendesign.

Nachdem der Auftrag im Oktober 2016 erteilt wurde, liefen Produktion und Lieferung der Elemente mit hohem Tempo. "Anfang März wurden die letzten Elemente schon geliefert. Diese lagen zeitweise auf einem Parkplatz hinter der Noordlus-Tribüne gleich bei der Baustelle. Bei dieser vorübergehenden Lagerung haben wir das Routing der Elemente bei der Montage berücksichtigt", erläutert Ellens. Inzwischen wurde die Tribüne fertiggestellt. Die Elemente wurden trocken auf der Tragkonstruktion gestapelt, wobei Stahlstreifen und Einkerbungen in den Betonelementen für deren Sicherung sorgten. "So konnten wir unabhängig vom Wetter weiterstapeln." Peter Schorer ist von der Zusammenarbeit begeistert: "Haitsma Beton ist sehr flexibel. Wenn einmal etwas angepasst werden muss, ist das kein Problem. Aber wir sagen auch: Die Preise werden erst im Ziel verteilt. Wir haben aber immer darauf vertraut, dass die Tribüne rechtzeitig fertig sein würde, und das hat auch geklappt!"

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