Hamburger Handwerk will mehr Abiturienten gewinnen

Hamburg (dpa). - Das Hamburger Handwerk steht durch die alternde Gesellschaft vor enormen Herausforderungen. «Akademisierung und demografischer Wandel machen es schwer für das Handwerk», sagte Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer, bei der Vorstellung des Masterplans Handwerk 2020. Mehr als 42  der Inhaber von Handwerksbetrieben seien älter als 50 Jahre und müssten bereits an ihre Nachfolgeregelung denken, die jedoch nur noch selten innerhalb der Familie gelinge. Mehr als 5000 der rund 15 000 Betriebe stehe in den kommenden Jahren zur Übergabe an. Falls sich keine Nachfolger finden, könnte ein Teil von ihnen verloren gehen. Gleichzeitig legten mehr als 60 Prozent der jungen Hamburger das Abitur ab. „Wir alle in der Gesellschaft müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass mit dem Abitur automatisch die Entscheidung für ein Hochschulstudium gefallen ist“, sagte der Kammerpräses. Ähnlich sah es Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos): „Die Sicherung des Nachwuchses ist eines der wichtigsten Ziele. Wir müssen verstärkt Abiturienten gewinnen, die einen Anreiz sehen, ins Handwerk zu gehen.“ Zwar liege der Abiturienten-Anteil bei den Auszubildenden im Handwerk in Hamburg bereits bei 20 % gegenüber 8 % im Bundesdurchschnitt, doch das reiche noch nicht aus.

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