Hilfe in der Krise

Genie fertigt Schutzausrüstung für Klinik in den USA

Genie Corona Aktuell
Für ein Krankenhaus in den USA stellen Mitarbeiter bei Genie derzeit medizinische Schutzausrüstung her. Foto: Genie

Redmond/USA (ABZ). – Gemeinden, Bundesstaaten und Länder rund um den Globus kämpfen gegen die von COVID-19 ausgelöste Krise. Von Beginn an war Persönliche Schutzausrüstung (PSA) für das medizinische Personal und die Ersthelfer ein knappes Gut. Um diesen Bedarf in ihrem direkten Umfeld zu decken, haben Teammitglieder von Genie, einer Terex Marke mit Hauptsitz in Redmond, nahe Seattle im US-Bundesstaat Washington, ein Konzept zur Herstellung medizinischer Ausrüstung für ein örtliches Krankenhaus ausgearbeitet.In einem ersten Schritt entwickelte Jim Donaldson, Genie Engineering Design Manager bei Terex AWP, ein Gesichtsschutzschild. Donaldson erklärt: „Nachdem ich ein Video über die medizinische Ausrüstung gesehen hatte, die in unseren Krankenhäusern fehlt, dachte ich, dass wir in der Lage sein müssten, Gesichtsschutzschilde herzustellen, die mehr Schutz als die N95-Masken bieten. Also kaufte ich einen Schwamm, ein Gummiband und ein in einer Kunststoffröhre verpacktes Poster. Ich schnitt die Röhre zum Schutzschild auf und befestigte daran die Schwammteile und das Gummiband.“Donaldson stellte seine Idee Matt Fearon vor, Genie President bei Terex AWP. Er stimmte ihm zu, dass dieses Konzept es wert sei, weiter verfolgt zu werden. In Zusammenarbeit mit Teammitgliedern aus dem Projektmanagement, Engineering und der Beschaffung wurde die ursprüngliche Konstruktion überarbeitet. Dann kam mit der Allegis Corporation ein Zulieferer ins Spiel, der die nötigen Materialien beschaffte und sogar ein Sonderwerkzeug entwickelte, um die Schildform auszustanzen.„Unser Zulieferer war uns eine große Hilfe, dieses Projekt voranzubringen – und zwar sehr schnell“, berichtet Donaldson. Mit dem aktualisierten Design vereinbarten Fearon, Donaldson und ein kleines Team aus Ingenieuren und Projektmanagern ein Treffen mit den Verantwortlichen des im benachbarten Bellevue ansässigen Overlake Medical Centers. Man wollte die Bedürfnisse des Krankenhauses besser verstehen, ein Feedback zum Design des Gesichtsschutzschildes erhalten und zudem herausfinden, ob das Genie Team noch auf andere Weise helfen könnte.Als Ergebnis dieses Treffens – und mit dem Wissen, dass der Bedarf an PSA tatsächlich groß und dringend ist – geht das Genie Team davon aus, mit der Produktion der Gesichtsschutzschilde am 14. April in Redmond beginnen zu können. Das verfügbare Material müsste zunächst ausreichen, um 4.000 bis 5.000 Gesichtsschutzschilde für das Overlake Medical Center herzustellen. Ob das Genie Team mehr als diese erste Spende an Gesichtsschutzschilden produzieren wird, hängt sowohl von der Verfügbarkeit der Materialien als auch vom zukünftigen Bedarf ab.Das Team hat jedoch weitere Möglichkeiten gefunden, um zu helfen. Zusätzlich zu den Gesichtsschutzschilden entwickelte das Genie Team ein Verfahren zur Herstellung von Gesichtsmasken unter Verwendung von seitens des Krankenhauses bereitgestellten Materials sowie ein Heißsiegelverfahren zur Erzeugung von Nähten und Falten. „Ein geeignetes Material für die Bänder zu finden, die hinter den Ohren verlaufen, war aufgrund des hohen Bedarfs eine echte Herausforderung“, erklärt Roger Bowie, Terex Business Systems (TBS) Manager. „Aber nach längeren Überlegungen kam das Team zu einer Lösung, indem es eine Möglichkeit fand, aus leicht verfügbarem Material Stoffstreifen herzustellen, mit denen die Masken befestigt werden.“ Wie Bowie hinzufügt, geht das Team davon aus, ab dem Produktionsbeginn am 14. April eine Maske pro Minute herstellen zu können.Darüber hinaus haben die Genie Ingenieure die 3D-Druckkapazitäten des Unternehmens genutzt, um Sonderteile herzustellen, mit denen die dringend benötigte Krankenhaus-PSA schnell wieder einsatzbereit gemacht werden kann.„Unser Genie Team wollte unbedingt helfen, Overlake hat uns die Richtung des höchsten Bedarfs gewiesen, und zusammen haben wir es dann erfolgreich umgesetzt“, sagt Fearon. „Ich bin stolz auf die Initiative und Innovation unserer Teammitglieder, aber in keinster Weise überrascht. Sie haben von einer kritischen Situation erfahren und keine Sekunde gezögert, sich der Herausforderung zu stellen – sie haben zielgerichtet an Lösungen gearbeitet und schnell gehandelt, weil sie um die Dringlichkeit wussten. Unser Team in China ist eingesprungen, indem es 1000 N95-Masken per Luftfracht schickte, als es in den USA einen gravierenden Mangel an diesen Masken gab. Wir leben in beispiellosen Zeiten, und zur Bewältigung der Herausforderungen, vor denen wir lokal und global stehen, muss jeder Einzelne alles in seiner Macht stehende tun, um zu helfen. Ich bin froh, dass wir derart sinnvolle Möglichkeiten gefunden haben, unserer direkten Umgebung zu helfen. Ich könnte nicht stolzer sein, dieses Team in guten wie in schweren Zeiten zu leiten.“

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