In Italien

Deutsches Know-how für XXL-Pipeline

Italien Erdbau und Grundbau
Die Böden in der Region südlich des Gardasees sind kiesig und sandig, vor allem aber feucht, was einen erheblichen Aufwand im Vorfeld der Verlegearbeiten erfordert. Foto: Max Streicher

ZIMELLA/CERVIGNANO/ITALIEN (ABZ). - Im Auftrag der Snam Rete Gas wird südlich des Gardasees aktuell die größte Erdgaspipeline Italiens verlegt. Max Streicher S.p.A. führt zwei der insgesamt vier Baulose mit je 53 und 45 km langen Teilstücken der DN 1400 Pipeline aus. Das Unternehmen greift dabei auf Know-how der Muttergesellschaft Max Streicher GmbH & Co. KG aA in Deggendorf zurück.

Diese verlegte mit der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung OPAL und der Nordeuropäischen Erdgasleitung NEL in Deutschland bereits mehrfach Rohrleitungen dieser Nennweite.

170 km beträgt die gesamte Strecke der Pipeline zwischen Zimella und Cervignano. Sie zieht sich durch die Regionen Venetien und Lombardei. Von der norditalienischen Gemeinde Carpenedolo verläuft das erste Streicher-Los über eine Strecke von 53 km bis Casaletto di Sopra in der Provinz Cremona. 2014 beginnt Max Streicher mit dem Bau des zweiten Loses, das sich über 42 km von Carpenedolo bis Vigasio erstreckt. Außerdem umfasst das Projekt den Bau von 15 Schieberstationen sowie kleineren Verbindungsleitungen.

Im März dieses Jahres begann der Bau des ersten Loses, auf dem derzeit bis zu 350 Arbeiter, darunter 200 Streicher-Mitarbeiter, im Einsatz sind. Es ist das umfangreichste Pipelineprojekt, das Max Streicher bislang durchführte. Für den Umgang mit den großen Nennweiten holte sich das italienische Team auch Unterstützung aus Deggendorf. Die Muttergesellschaft Max Streicher GmbH & Co. KG aA verlegte im Rahmen der Projekte OPAL und NEL insgesamt bereits mehr als 200 km Leitungen DN 1400.

Insbesondere im Bereich des Automatenschweißens sind die Erfahrungen von Max Streicher GmbH & Co. KG aA sehr wertvoll für das Team in Italien.

Insgesamt fallen auf beiden Streicher-Losen rund 100 Querungen auf 95 km Streckenlänge an. Es werden über 90 Pressbohrungen sowie zehn Querungen im Microtunneling-Verfahren durchgeführt. Eine Herausforderung stellen die feuchten Böden dar, die mit Pumpen, Brunnensystemen und Drainagen trocken gelegt werden. Etwa 1,5 km Pipeline verlaufen durch Naturschutzgebiete. Hier kommt für zwei Querungen das Direct Pipe Verfahren zum Einsatz. Bislang wurde diese Technik vorwiegend bis zu einem Durchmesser von 48" angewendet. In Norditalien soll sie sich nun an 56"-Rohren bewähren. Sie gilt als kosteneffizientes, qualitativ hochwertiges und sicheres Verfahren.

Max Streicher arbeitet bereits seit mehr als zehn Jahren erfolgreich mit SNAM Rete Gas zusammen. Der größte Pipeline-Betreiber Italiens schätzt nach Aussage des Unternehmens die hohe Qualität und Termintreue von Max Streicher. Wer mehr überdie Arbeit der Pipeline-Experten erfahren möchte findet Max Streicher in Oldenburg an Stand V-04 im Erdgeschoss.

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